Nordrhein-Westfalen NRW.Genius kommt in die Finanzverwaltung

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Nordrhein-Westfalen erweitert den Einsatz von NRW.Genius: Die zentrale KI-Verwaltungsassistenz wird künftig auch eigenständig im Rechenzentrum der Finanzverwaltung betrieben und kann somit im Bereich der Steuern eingesetzt werden.

Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen,  und Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung und CIO des Landes Nordrhein-Westfalen (v. l.).(Bild:  MHKBD NRW)
Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, und Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung und CIO des Landes Nordrhein-Westfalen (v. l.).
(Bild: MHKBD NRW)

Daniel Sieveke, CIO des Landes Nordrhein-Westfalen, spricht vom „zentralen KI-Projekt“: NRW.Genius stehe für einen neuen Aufbruch in der digitalen Verwaltung Nordrhein-Westfalens. Die KI-Verwaltungsassistenz, die das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung gemeinsam mit IT.NRW entwickelt hat, steht im Rahmen einer erweiterten Teststellung schon heute rund 10.000 Beschäftigten in 46 Behörden zur Verfügung. Im Februar sind zudem die Pilottests in den Kommunen angelaufen – jetzt geht das Land den nächsten Schritt. Künftig soll die Anwendung auch in der Finanzverwaltung genutzt und in deren Rechenzentrum betrieben werden.

Einen entsprechenden Letter of Intent hatten die beiden zuständigen Ministerien im Dezember 2025 unterzeichnet. Mit der nun geschlossenen Vereinbarung der beiden Rechenzentren kann die Kooperation umgesetzt werden.

„Mit der Vereinbarung holen wir ‚NRW.Genius‘ in eine der datenintensivsten und rechtlich anspruchsvollsten Verwaltungen des Landes“, verdeutlichte Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen. Bislang konnte die KI-Lösung aufgrund der besonderen Anforderungen im steuerlichen Bereich noch nicht eingesetzt werden. „Der eigenständige Betrieb durch das Rechenzentrum der Finanzverwaltung schafft die notwendige technische und organisatorische Grundlage, um generative Künstliche Intelligenz auch unter den strengen Vorgaben des Steuergeheimnisses sicher und rechtskonform zu nutzen“, erklärte Günnewig. Der modulare Aufbau von NRW.Genius ermöglicht es der Finanzverwaltung, auch Teilfunktionen in spezialisierte Fachprodukte der Finanzverwaltung zu integrieren.

Die Finanzverwaltung war von Beginn an aktiv an der Testung von NRW.Genius beteiligt. Mit der Vereinbarung soll auch die Zusammenarbeit der beiden großen Rechenzentren des Landes gestärkt werden. Diese nutzten „die enge Zusammenarbeit zum gemeinsamen Know-How-Aufbau für den Betrieb komplexer KI-Systeme“, so Dirk Günnewig. „Wir wollen gemeinsam entwickeln statt nebeneinander programmieren“, bekräftigte Daniel Sieveke.

Über NRW.Genius

NRW.Genius nutzt generative KI-Technologien, insbesondere Sprachmodelle wie GPT-4o, um Mitarbeitende in den Verwaltungen zu unterstützen, etwa bei der Recherche, der Texterstellung oder beim Zusammenfassen umfangreicher Dokumente. Mit GovTeuken soll künftig ein Sprachmodell eingesetzt werden, das speziell für die öffentliche Verwaltung entwickelt wird. Parallel soll die technische KI-Plattform so weiterentwickelt werden, dass Künstliche Intelligenz künftig als Dienstleistung für Fachanwendungen nutzbar wird.

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