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Impulse auf Schloss Neuhardenberg

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In die Umsetzung kommen

Die Bedeutung aktueller Verwaltungsthemen wie eine digitale Souveränität ist bekannt, doch letztlich muss auch geliefert werden. Harald Felling, CEO der ]init[ AG, mahnt eine „konsequente Fortsetzung, Durchsetzung und Umsetzung der bekannten Themen und Vorhaben auf der Agenda“ an. „Das wäre mehr wert als schon wieder neue Themen“, sagt Felling. „Oberste Priorität sollten durchgängige Plattformarchitekturen haben, die Verwaltungsleistungen flächendeckend Ende-zu-Ende abbilden.“ Ebenfalls zentral: Automatisierung und künstliche Intelligenz.

Harald Felling von ]init[(Bild:  ]init[)
Harald Felling von ]init[
(Bild: ]init[)

Bei allen Themen wichtig: Die Ansätze gemeinsam denken. „Wir brauchen mehr Schub bei konkreten Plattformvorhaben, die Verfahren, Stakeholder, Komponenten und Technologien integrieren und Verwaltungsprozesse automatisieren und digitalisieren und so konkreten Mehrwert erzeugen können“, sagt Felling. NOOTS stehe bereit, um das Once-Only-Prinzip endlich zum Leben zu erwecken: „Erste Erprobungsprojekte sind da, und Register können ganz konkret modernisiert werden.“

Für Governikus sollten die Themen „Digitale Transaktionen“ und „Standards statt Produkte“ schnellstmöglich auf die Agenda, msg bringt die EUDI-Wallet als Grundlage für den Zugang zu Online-Leistungen ins Spiel – und Marktplätze. Es müssten sich „ein paar wenige Marktplätze etablieren, welche die Bereitstellung und den Zugriff auf digitale Lösungen ermöglichen“, erklärt Lämmermeier. Dazu gehöre auch, das Vergaberecht zu überarbeiten, „sodass über die angesprochenen Marktplätze auch Lösungen der Industrie bereitgestellt und einfach ohne große Ausschreibungen beschafft werden können“. Sein Wunsch an den Bund lautet folgerichtig: „Den Marktplatz Deutschland Digital für privatwirtschaftliche Unternehmen freischalten, dass diese ihre Lösungen dort einstellen können und die Behörden diese Lösungen einfach ohne Ausschreibung über den Marktplatz einkaufen/beziehen können.“

Martin Greiwe (d.velop)(Bild:  d.velop)
Martin Greiwe (d.velop)
(Bild: d.velop)

Martin Greiwe, Vorstandssprecher von d.velop, weist auf die Bedeutung von Standards hin, denn „ohne verbindliche Standards wird jede Kommune und jedes Land immer wieder das Rad neu erfinden“. „Eine freiwillige interkommunale Zusammenarbeit, wie sie in einigen Pilotprojekten bereits existiert, kann ein guter Anfang sein“, meint Greiwe. Richtung Bund und BMDS formuliert er daher die Bitte, konsequent auf verbindliche Standards zu setzen und „Umsetzung vor vermeintlicher Perfektion“ zu priorisieren. Auch KI und KI-Agenten könnten sofort spürbare Entlastung bringen, „wenn sie konkret an realen Problemen ansetzen, als Entlastung gedacht und nicht nur als abstrakte Technologie diskutiert werden“, betont Greiwe.

Doch auch bei Online-Behördenleistungen gilt: Sicherheit geht vor. „Wir brauchen ganz schnell starke Verschlüsselungen, die auch von Quanten-Computern nicht geknackt werden können“, fordern Klein und Bruns.

Dr. Stephan Klein (l.) und Hartje Bruns von Governikus(Bild:  Governikus)
Dr. Stephan Klein (l.) und Hartje Bruns von Governikus
(Bild: Governikus)

Diese seien heute zwar weder fehlerfrei noch auf dem Vormarsch. „Da wir aber in wenigen Jahren die Verfügbarkeit solcher Rechner bei diversen Geheimdiensten erwarten dürfen, müssen wir dafür Sorge tragen, dass Daten, die heute von diesen Akteuren gesammelt werden für eine spätere Entschlüsselung und Auswertung, heute schon langfristig geschützt sind.“ Ebenso wichtig wie IT-Sicherheit ist, alle Menschen mitzunehmen. „Auch Weiterbildung der Mitarbeitenden und digitale Barrierefreiheit gehören dringend auf die Agenda“, ergänzt Klaus Poensgen.

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