IDC Smart Cities Benchmark 2012

Hansestadt Hamburg belegt ersten Platz im Smart City Ranking

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Smart Government

Bei Smart Government bewertete IDC die fünf Kriterien Open Government, eGovernment/eServices, Verfügbarkeit von eServices sowie nachhaltiges Verhalten und Umweltschutzpolitik.

So wurden Aspekte wie die stärkere Einbindung von Bürgern an politischen Entscheidungen über das Internet, die Bereitstellung städtischer Daten (Open Data), die Förderung von nachhaltigem Verhalten der Bürger oder das Angebot von eServices untersucht.

Eine Verwaltung wurde als smart engestuft, wenn sie sich in den genannten Feldern engagiert und ihre Bürger für die genannten Themen sensibilisiert und begeistert.

Insgesamt wurden zur Beurteilung einer Stadt im Bereich Smart Government 18 Indikatoren herangezogen. Besonderes Augenmerk legte IDC jedoch auf die Möglichkeit zur Beteiligung der Bürger an den Haushaltsentscheidungen der Stadt. Dazu die Autoren der Benchmark-Studie: „Die Bedeutung eines starken Einbezugs von Bürgern in politische Entscheidungen wurde nicht zuletzt durch das Projekt Stuttgart 21 deutlich. Informations- und Kommunikationstechnologien können an dieser Stelle die Rolle des Vermittlers zwischen Stadtverwaltung und Bürgern einnehmen“.

Vor diesem Hintergrund untersuchte IDC auch, ob die Städte ihren Bürgern die Möglichkeit bieten, sich am Diskussionsprozess über den Haushalt via Internet zu beteiligen. Dabei ergab sich eine Einteilung der Städte in „Top 10“, „Herausforderer“, „Handelnde“ und „Nachzügler“.

Insgesamt haben 32,7 Prozent der 52 untersuchten Städte bereits mindestens ein Mal einen Bürgerhaushalt durchgeführt und ihren Bürgern eine Beteiligung an den Haushaltsentscheidungen via Internet ermöglicht. In der Gruppe der Top-10-Städte steigt der Anteil der Städte, die mindestens ein Mal einen Bürgerhaushalt durchgeführt haben, jedoch auf 50 Prozent an.

Die Gruppe der Herausforderer ist den Top-10-Platzierten aber dicht auf den Fersen. Zudem weist diese Gruppe mit 45 Prozent den niedrigsten Wert für jene Städte aus, die noch keinen Bürgerhaushalt durchgeführt haben.

Dass die deutschen Städte im Bereich von Smart Government noch Nachholbedarf haben – zumindest wenn als Maßstab die Umsetzung von Bürgerhaushalten gewählt wird – zeigt jedoch ein anderer Wert. Laut Studie haben Zweidrittel aller untersuchten Städte noch nie ein solches Verfahren durchgeführt.

Dass könnte sich aber bereits in naher Zukunft ändern. In den beiden Gruppen „Handelnde“ und „Nachzügler“ liegen in 10 beziehungsweise 9 Prozent der Kommunen Ratsbeschlüsse zur Einführung eines Bürgerhaushaltes vor.

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