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Rehosting von Anwendungen durch Migrationshilfen
Die zweite Gruppe der Anwendungen sind jene, die auf standardisierten Techniken oder Werkzeugen beruhen. Bei dieser Umsetzung wird die Altanwendung nicht abgelöst, sondern – unterstützt durch Migrationshilfen – von der Welt der Großrechner in offene Systeme überführt. Hierbei helfen Migrationswerkzeuge. Sie sind für alle wichtigen Sprachen und Systembausteine verfügbar und bilden diese durch Äquivalente auf offenen Systemen nach. Dies gilt beispielsweise für Programmiersprachen wie COBOL, die Batchprozessoren, die Scheduler und eine Vielzahl der betriebsunterstützenden Laufzeitsysteme.
Die Quellprogramme und Skripte werden dabei durch Migrationshilfen automatisch in die neuen Umgebungen und Äquivalente der offenen Systeme transferiert. Statt COBOL auf dem Mainframe kommt dann eben ein COBOL-Dialekt auf einem Linux-System zu Einsatz. Aus der Steuerungssprache JCL (Job Control Language) wird ein Linux-Shellskript oder ein Microsoft PowerShell-Skript generiert. Nach diesem Vorbild werden alle wichtigen Bausteine automatisch in neuere Umgebungen überführt.
Gute Erfolge mit der Migration seiner Anwendungen verzeichnet beispielsweise das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (KRZ). Die 150 Mitarbeiter des Informatik-Dienstleisters liefern IT-Dienste für den kommunalen Zweckverband der Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Lippe sowie für 37 Städte und Gemeinden. Darüber hinaus nutzen etwa 500 weitere Kunden aus dem Public Sector die Angebote und Leistungen des KRZ. Der Dienstleister migrierte seine Finanzsoftware KIRP von einem Mainframe auf Linux-basierende Industriestandard-Server.
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