Die digitale Arbeitswelt baut auf effizienten und unkomplizierten Vorgängen – und auf digitalen Arbeitsplätzen. Xavier Mongin, Global Director bei Alcatel-Lucent Enterprise, erklärt, wie diese Bausteine zusammenpassen.
Durch die Pandemie bekam die Bedeutung des Homeoffice einen Schub. Vom hybriden Arbeiten soll es nun aber weiter gehen in den digitalen Arbeitsalltag
Seit langem verfolgen Regierungen überall auf der Welt das Ziel, ihre digitale Infrastruktur zu transformieren. Wenn es auch unterschiedliche Strategien gibt, so ist die Zielsetzung doch überall die gleiche. Es geht darum, die Qualität der Dienstleistungen für Bürger zu verbessern. Dazu gehören maßgeschneiderte Gesundheitsdienste und individuelle Bildung genauso wie personalisierte Verwaltungsdienste und eine sichere Versorgung für alle. Doch auf dem Weg dorthin änderte der Ausbruch der Pandemie alles.
Plötzlich waren die mittel- und langfristigen Ziele für die digitale Transformation hinfällig. Mitarbeiter von Behörden mussten schnell auf Telearbeit umstellen, während sich die Behörden selbst anpassen mussten, um weiterhin Dienstleistungen für die Bürger erbringen zu können. Glücklicherweise konnten sie ihre Tätigkeiten und Dienstleistungen auf allen Ebenen online fortsetzen – dank der Vielzahl an verfügbaren digitalen Tools.
Ein kleiner Schritt
Dies waren nicht die einzigen Veränderungen. Das Leben in der Corona-Krise hat die Erwartungen an die Arbeitswelt verändert. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten im öffentlichen und privaten Sektor würden gerne mindestens drei Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten, so das Ergebnis einer weltweiten Umfrage der Unternehmensberater von McKinsey. 55 Prozent der Unternehmen glauben, dass die Pandemie eine stärkere Digitalisierung erforderlich gemacht hat. In Deutschland arbeiten einer aktuellen Umfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW zufolge deutlich mehr Menschen von zuhause als vor der Pandemie. Über alle Unternehmensgrößen hinweg habe sie einen langfristigen Homeoffice-Schub ausgelöst, so die Studienautoren.
Um die Erwartungen auch zu erfüllen, müssen die Regierungen ihre Strategien zur digitalen Transformation noch einmal beschleunigen. Die deutsche Bundesregierung beispielsweise hat Ende August 2022 eine neue Digitalstrategie beschlossen. Sie soll „den digitalen Aufbruch ermöglichen und den Umsetzungsstau vergangener Legislaturperioden auflösen“. Sogar ein eigenes Ministerium gibt es jetzt dafür, das die digitalen Aktivitäten aller Bundesministerien koordiniert und für deren Umsetzung sorgt.
Der Trend zum hybriden Arbeiten dürfte in der Tat nur ein kurzer Zwischenschritt auf dem Weg zu einem digitalen Arbeitsplatz sein. Dieser wird, mit Hilfe von Daten und dank digitaler Technologien, die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Mitarbeitern von Behörden untereinander sowie zwischen Behörden und Bürgern verbessern. Dies wiederum wird zu neuen, innovativeren, flexibleren und – was besonders wichtig ist – partizipativen Formen des Regierens und öffentlicher Dienstleistungen führen.
In einem Zukunftsszenario erklärt die Europäische Kommission, dass der digitale Arbeitsplatz „Mitarbeitern die richtigen IT-Werkzeuge, Plattformen und Dienste zur Verfügung stellen wird, damit sie von überall und zu jeder Zeit arbeiten und zusammenarbeiten können, mit an diesen Verwendungszweck angepasster Sicherheit. Derart ausgestattet werden sie ihre Arbeitserfahrung und Produktivität optimieren. Der digitale Arbeitsplatz wird anpassungsfähig und flexibel sein, um verschiedene Arten von Nutzern, neue Verhaltensweisen und neue Technologien zu integrieren.“
Dabei wird eine einzige Plattform zum zentralen Tool für die vereinheitlichte Kommunikation, mit integrierten Tools für Zusammenarbeit, E-Mail, Kalender- und Aufgabenverwaltung. Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin kann damit von jedem beliebigen Ort und zu jeder beliebigen Zeit arbeiten. Dank des digitalen Arbeitsplatzes hat er oder sie die Autonomie, so zu arbeiten, wie es ihm oder ihr am besten passt.
Vollständige Digitalisierung
Wer die Vorteile des digitalen Arbeitsplatzes nutzen will, muss über die unmittelbaren Anforderungen des hybriden Arbeitens hinausdenken. Denn nur so können Regierungen die Erwartungen von Arbeitnehmer und Bürger gleichermaßen erfüllen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schlägt in diesem Zusammenhang vor, dass der öffentliche Sektor vollständig digitalisiert sein muss, um einen digitalen Arbeitsplatz erschaffen zu können.
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Stand: 08.12.2025
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