Definitionen Was sind MINT-Fächer?

Von Chiara Maurer

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Unter MINT-Fächern versteht man Unterrichts- und Studienfächer sowie Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Die Abkürzung „MINT“ steht für die Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik
Die Abkürzung „MINT“ steht für die Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik
(© aga7ta – stock.adobe.com)

Der Ausdruck MINT steht für „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik“. Im Englischen werden diese Bereiche auch oftmals als STEM-Fächer zusammengefasst (Science, technology, engineering, mathematics).

In der Schule zählt zu diesen Fächern meist:

  • Mathematik
  • Informatik
  • Biologie
  • Chemie
  • Physik
  • Astronomie
  • Geografie

MINT-Studienfächer sind beispielsweise:

  • Maschinenbau
  • Nautik
  • Meteorologie
  • Nachrichten- und Informationstechnik

Sowohl in der Schule als auch an Universitäten und Hochschulen werden bestimmte MINT-Fächer zu Fächerverbünden zusammengelegt. In den Schulen ergeben sich dann Fächer wie „Natur und Technik“ (Bayern) oder „Mensch-Natur-Technik“ (Thüringen). Auch Studiengänge wie Medizintechnik oder Bioinformatik bestehen aus dem Zusammenschluss verschiedener MINT-Fächer oder der Kombination von MINT- und anderen Studienfächern.

Da MINT-Fächer eine nicht unbedeutende Rolle in der Wirtschaft spielen, wurden vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels zahlreiche Projekte und Initiativen gegründet, denn obwohl MINT-Studiengänge und -Berufe sehr vielseitig sind, scheint dieses Feld besonders für junge Menschen nur wenig attraktiv zu sein. So zeigt der Frühjahrsreport 2022 des Instituts der deutschen Wirtschaft, dass die bundesweite Arbeitskräftelücke im April 2022 insgesamt 320.600 betrug und sich somit auf einem Rekord-Hoch befindet. Ziel der Initiativen zur MINT-Förderung ist es deswegen, mehr Arbeitskräfte in diesen Bereichen zu gewinnen. Dabei setzen die Projekte an ganz verschiedenen Punkten an:

  • Stiftung „Haus der kleinen Forscher“: MINT-Förderung in Kitas und Grundschulen
  • Deutscher Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts: Vertretung der Fachinteressen des MINT-Lehrpersonals
  • „MINT Zukunft schaffen“ e. V.: Naturwissenschaftlich-technische Fächer ausbauen und stärken, MINT-Fachkräftemangel entgegenwirken
  • Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen: Schüler für MINT-Fächer begeistern und fördern (Fokus u.a. auf Spitzenförderung)
  • Science on Stage Deutschland e. V.: Europaweiter Austausch von Unterrichtsideen im MINT-Bereich

Einige der Initiativen haben sich darauf spezialisiert, den MINT-Arbeitsmarkt besonders für Frauen ansprechender zu gestalten. Besonders in technischen und informatischen Berufsfeldern sind Frauen, anders als in mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichen, noch eher eine Seltenheit. Einige Projekte, deren Fokus es ist, mehr Frauen für Karrieren im MINT-Bereich zu begeistern sind:

  • „Komm, mach MINT“ – Nationaler Pakt für Frauen im MINT-Bereich: Diese Initiative macht es sich zum Ziel, mit Informationsmaterial und Projekten speziell Mädchen und Frauen für eine MINT-Karriere zu begeistern
  • Anita Borg Stipendium von Google: Mehr Frauen sollen sich durch dieses Stipendium herausgefordert und ermutigt fühlen, herausragende Leistungen im technischen oder Informatik-Bereich zu erzielen. Das Stipendium umfasst eine einmalige Zahlung von 7.000 Euro
  • MTU-Studienstiftung: Begabte und engagierte Studentinnen naturwissenschaftlich-technischer Fachrichtung sind bei dieser Stiftung förderungsberechtigt

Trivia

Der sogenannte Scully-Effekt ist ein vor allem in englischsprachigen Ländern diskutiertes Phänomen. Demnach ergreifen mehr Frauen einen MINT-Beruf, wenn sie die heldische Hauptfigur Dana Scully aus der TV-Serie „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ kennen.
Von 1993 bis 2002 verkörperte die Schauspielerin Gillian Anderson die FBI-Agentin und Medizinerin mit Schwerpunkt Forensik.

In einer Befragung des Geena Davis Institute of Gender in Media zusammen mit dem Sender Fox gaben 63 Prozent der Frauen in einem MINT-Beruf an, dass Scully ihr Vorbild sei oder sie sogar darin bestärkt habe, in einer männlich dominierten Arbeitswelt zu bestehen.

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