Zusammenarbeit von Provitako und GovRadar Rahmenvertrag ermöglicht Kommunen KI-gestützte Vergabe

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Ein Rahmenvertrag zwischen der Einkaufsgemeinschaft Provitako und dem Start-up GovRadar ebnet gut 7.000 Kommunen den Weg zum Einsatz der KI-gestützten Vergabesoftware.

(Bild: ©  Azka - stock.adobe.com / KI-generiert)
(Bild: © Azka - stock.adobe.com / KI-generiert)

Nordrhein-Westfalen hat den Anfang gemacht: Über einen Rahmenvertrag haben hier Kommunen und Landesbehörden Zugriff auf die KI-gestützte Vergabesoftware von GovRadar. Nun erweitert sich der Kreis beträchtlich: Die Einkaufsgemeinschaft Provitako eG, die 53 kommunale IT-Dienstleister vereint, hat ebenfalls einen Vertrag mit dem Start-up unterzeichnet. Somit können jetzt die rund 7.000 durch Provitako-Mitglieder vertretenen Kommunen ihren jeweiligen Dienstleister beauftragen und die Software ohne vorhergehende, oft langwierige, Ausschreibung sofort nutzen.

Als Einkaufsgemeinschaft bündeln wir die Anforderungen von 53 kommunalen ITDienstleistern und schaffen so einen schlanken, rechtsgeprüften Bestellprozess für echte Innovationen. Damit legen wir den Grundstein für die Zukunftsfähigkeit unserer Mitglieder.

Dr. Alexandra Meyer, Vorstand Provitako eG

Wie Anbieter GovRadar erklärt, ist dafür keine Integration nötig, es handelt sich um eine SaaS-Lösung, die in zertifizierter Public-Cloud-Infrastruktur mit Datenverarbeitung ausschließlich in deutschen Rechenzentren (Frankfurt am Main) betrieben wird. Die KI-gestützte Vergabelösung automatisiert demnach die Erstellung der Vergabeunterlagen, etwa durch automatisch generierte Leistungsverzeichnis-Entwürfe, basierend auf öffentlichen Ausschreibungen, sowie eine Kollaborationsplattform, die gemeinsame Bearbeitung mit Versionierung, Transparenz und integrierten Freigabe-Workflows ermöglicht.

Der Zeitaufwand für Vergabeverfahren ließe sich damit auf wenige Werktage reduzieren. Mit dem neuen Rahmenvertrag und ProVitako als Partner werde die Plattform „zum echten Enabler für schnellere Investitionen“, so GovRadar-CEO Sascha Soyk.

Perspektivisch könnte die Lösung auch – etwa über ein ProVitako-Mitglied – in die Deutsche Verwaltungscloud (DVC) eingebunden werden, die derzeit noch öffentlichen IT-Dienstleistern vorbehalten ist. Aktuell sei der direkte Zugang über den Rahmenvertrag der schnellste Weg – so die Antwort des Anbieters auf Anfrage von eGovernment. Wie GovRadar weiter mitteilte, nutzen in NRW inzwischen mehr als 200 Kommunen und rund 80 Landesministerien die Software. Bei der Einführung setze man hier auf praxisnahe Onboardings, vorgefertigte Templates und kurze Schulungen von ca. 60 Minuten.

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