Forschungsprojekt „Partizipative Energietransformation“ Interaktives Tool zur Bürgerbeteiligung bei Mobilitätskonzepten

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Wie lässt sich die gesellschaftliche Akzeptanz für Entscheidungen über eine nachhaltige Mobilität erhöhen? Diese Frage soll das Projekt „Partizipative Energietransformation“ beantworten, zu dem das Fraunhofer IGD ein interaktives Planungstool beisteuert.

Digitaler Zwilling Darmstadt: Navigieren in der 3D-Szene.(Bild:  (Webanwendung: Fraunhofer IGD, Daten: Wissenschaftsstadt Darmstadt))
Digitaler Zwilling Darmstadt: Navigieren in der 3D-Szene.
(Bild: (Webanwendung: Fraunhofer IGD, Daten: Wissenschaftsstadt Darmstadt))

Bürgerbeteiligung ist ein wichtiges demokratisches Instrument, um die allgemeine Zufriedenheit für politische Entscheidungen zu erhöhen. Beim Thema Mobilität der Zukunft werden die Präferenzen und Meinungen der Bevölkerung jedoch häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Hier setzt das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Forschungsprojekt „Partizipative Energietransformation: Innovative digitale Tools für die gesellschaftliche Dimension der Energiewende (PaEGIE)“ an.

Hierfür wurde ein Web-basiertes Visualisierungstool entwickelt, das Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Planung und Umsetzung von nachhaltigen Mobilitätslösungen einbeziehen soll. Die Applikation entstand unter der Leitung der Technischen Universität Darmstadt und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Darmstadt sowie dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD.

Das Tool erlaubt es, eine Stadt in einer interaktiven 2D- und 3D-Umgebung zu erkunden. Für den digitalen Zwilling von Darmstadt stellte das örtliche Vermessungsamt die Stadt- und Geländemodelle sowie andere relevante Geodaten zur Verfügung. Prof. Dr. Michèle Knodt von der TU Darmstadt erklärt: „Unser Ziel war es, den Bürgerinnen und Bürgern Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um gemeinsam die Herausforderungen der Mobilität von morgen zu lösen.“

Ein zentrales Feature ist die Möglichkeit, ökologische Kennzahlen zu individuell eingezeichneten Routen zu ermitteln. Das Programm berechnet dabei den CO2-Ausstoß abhängig vom gewählten Verkehrsmittel, sei es zu Fuß, mit dem ÖPNV oder dem Auto. Außerdem ist es möglich, bestehende Infrastrukturen wie E-Ladestationen oder Carsharing-Parkplätze anzuzeigen, Vorschläge für deren Ausbau und Standorte zu machen sowie entsprechende Vorschläge zu diskutieren und zu bewerten.

Auf die Probe gestellt wurde das Werkzeug im Rahmen mehrerer Bürgerworkshops in Darmstadt. Diese dienten nicht nur der Testung, sondern auch dem Sammeln von Feedback, um das Tool weiter zu optimieren. Das Projekt PaEGIE soll aber nicht mit dem Abschluss der ersten Entwicklungsphase enden. Veneta Ivanova, Projektleiterin am Fraunhofer IGD, kündigt an, dass das Low-Code-basierte Tool weiterentwickelt und zur Produktreife gebracht werden soll.

Der „Leitfaden für Städte und Kommunen“ bietet ausführliche Informationen zur Integration des Partizipationstools in formelle und informelle Planungsprozesse. Er dient als Unterstützung für Kommunen und Planer bei der Durchführung digital unterstützter Beteiligungsprozesse und stellt die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse zur Verfügung.

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