Landesnetz angegriffen Hackerattacke auf Berliner Senatsverwaltung

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Zwei Bereiche der Berliner Senatsverwaltung wurden von Hackern angegriffen. Die Untersuchungen laufen, genauere Informationen zu Ausmaß und Hintergründen könnten derzeit „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht gegeben werden, heißt es.

Die betroffenen Bereiche der Berliner Senatsverwaltung wurden aus Sicherheitsgründen am Freitag (14.8.2026) vom Landesnetz isoliert und sind Berichten zufolge derzeit nur telefonisch erreichbar. (Symbolbild)(Bild: ©  SunSpirit - stock.adobe.com / KI-generiert)
Die betroffenen Bereiche der Berliner Senatsverwaltung wurden aus Sicherheitsgründen am Freitag (14.8.2026) vom Landesnetz isoliert und sind Berichten zufolge derzeit nur telefonisch erreichbar. (Symbolbild)
(Bild: © SunSpirit - stock.adobe.com / KI-generiert)

Auf Teile der Berliner Senatsverwaltung ist ein Hackerangriff erfolgt. Wie die Senatskanzlei mitteilte, ist im Rahmen forensischer Untersuchungen eine „Inkriminierung des Landesnetzes“ festgestellt worden. Betroffen seien die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz. Beide seien aus Sicherheitsgründen bereits am Freitag vom Landesnetz abgetrennt worden, um weiteren Schaden abzuwenden.

Laut Senatskanzlei sind das Landeskriminalamt (LKA), die Staatsanwaltschaft Berlin und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingeschaltet. Aufgrund des Vorfalls sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der dpa.

Krisenstab eingerichtet

Laut Senatskanzlei wurde ein entsprechender Notfallkrisenstab unter Leitung des Landesbevollmächtigten für Informationssicherheit des Landes Berlin eingerichtet. Dieser koordiniere „die weiteren Absicherungsmaßnahmen und die laufenden forensischen Untersuchungen“, wie es weiter hieß.

Mit weiteren Angaben hielt sich der Senat zurück. „Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren konkreten Informationen zu Ausmaß und Hintergründen gegeben werden“, hieß es.

Daten abgeflossen?

Unklar blieb zunächst, ob Daten abgeflossen sind. „Die forensischen Untersuchungen dauern an“, teilte Senatssprecherin Christine Richter dazu auf Anfrage mit. Laut „Tagesspiegel“ und nach dpa-Informationen soll das aber der Fall sein. Ob der Angriff selbst am Freitag erfolgte oder lediglich an dem Tag festgestellt wurde, blieb offen. Die Ermittlungen dazu liefen, hieß es.

Nach Angaben von Senatssprecherin Richter sind die beiden betroffenen Verwaltungen arbeitsfähig. Sie seien derzeit allerdings nicht per Mail, sondern nur telefonisch erreichbar. Der „Tagesspiegel“ berichtete, Beschäftigten der Senatsverkehrsverwaltung sei Montagmorgen mitgeteilt worden, dass die Arbeit im Homeoffice nicht möglich sei. „Wir sind praktisch arbeitsunfähig, ohne Internet und Mailkommunikation nach außen“, sagte ein Mitarbeiter der Zeitung. „An einer Lösung bis morgen glaubt hier kaum einer.“

(ID:50930677)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung