Grußwort zum eGovernment Summit Für eGovernment begeistern!

Von Dr. Markus Richter 3 min Lesedauer

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Wie lässt sich die Aufmerksamkeit für eGovernment erhöhen? Der Schirmherr des eGovernment Summit 2024, Staatssekretär Dr. Markus Richter, hat darauf in seinem Grußwort eine eindeutige Antwort: Erfolge kommunizieren.

Der Schirmherr des eGovernment Summit 2024, der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Dr. Markus Richter.(Bild:  Vogel IT-Medien GmbH)
Der Schirmherr des eGovernment Summit 2024, der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Dr. Markus Richter.
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)

Wir können uns vermutlich glücklich schätzen, dass bei uns in diesem Fußball-Sommer nicht 80 Millionen neue eGovernment-Experten jeden unserer taktischen Spielzüge bewerten. Gleichzeitig täte es der Verwaltungsdigitalisierung durchaus gut, mehr öffentliche Aufmerksamkeit und eine höhere Priorität auch außerhalb der Fachcommunity zu genießen.

Wie können wir mehr Menschen für dieses Thema begeistern?

Indem wir dafür sorgen, dass die Erfolge und Fortschritte der Verwaltungsdigitalisierung bekannter werden. Denn davon gibt es viele. Lassen Sie uns daher mehr und lauter darüber sprechen, was heute schon gut läuft. Aber lassen Sie uns auch besser erklären, an welchen Stellen es hakt und welche Bremsklötze die Geschwindigkeit drosseln. Je lauter, desto besser.

Zugegeben, gibt es in diesem Jahr aber nicht nur Erfolge zu verkünden. Es gibt auch einige Dinge, die ich persönlich mir anders vorgestellt und vor allem einfacher gewünscht hätte. Daran lässt sich nicht rütteln. Eines ist jedoch klar: Auch wenn die Hürden größer werden – ist es essentiell, dass wir die guten Dinge, Erfolge fest im Blick behalten und genau daraus Motivation ziehen.

Mich motiviert zum Beispiel der messbare Fortschritt im Bereich digitaler Services. Die Zahlen sprechen für Wirksamkeit und wachsende Nutzung: Mehr als eine Million Nutzende bewegen sich heute auf dem Bundesportal, bundesweit sind 107 priorisierte Bund-Leistungen online (und zusätzlich noch zahlreiche Leistungen in einzelnen Ländern und Kommunen), es gibt bereits 3,9 Millionen BundID-Konten und die AusweisApp wurde schon über 18 Millionen Mal gedownloaded (Stand April 2024). Tendenz steigend.

Besonders erfreulich finde ich, dass wir im Bund ausgetretene Pfade verlassen und uns immer öfter trauen „outside of the box“ zu denken. Jüngst haben wir das mit gleich drei Konsultationsprozessen gezeigt: einem zu eIDAS 2.0, einem zur OZG-Rahmenarchitektur und einem zum National-Once-Only-Technical-System (NOOTS). Über hunderte Organisationen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft haben sich mit Ideen und Feedback eingebracht. Zudem haben wir erst kürzlich mit der SPRIND (Bundesagentur für Sprunginnovationen) einen Innovationswettbewerb zur Entwicklung von Prototypen für die European Identity-Wallets gestartet.

Wir sind offen für innovative, partizipative Prozesse und stellen unter Beweis, dass die Transformation der Verwaltung in vollem Gange ist. Außerdem positiv ist, dass wir bei der Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz vorne mitspielen. Für die Verwaltung haben wir KI als klare Chance definiert und arbeiten daran, das volle Potential auszuschöpfen. Wir möchten als Entwickler, Auftraggeber und Nutzer von KI-Anwendungen wesentlich dazu beitragen, den KI-Standort Deutschland zu stärken und Vertrauen und Akzeptanz in KI zu erhöhen. Mit dem BeKI, dem Beratungszentrum für Künstliche Intelligenz, wird im BMI eine zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle für KI-Vorhaben in der Bundesverwaltung geschaffen. KI kann dazu beitragen, Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten, im Arbeitsalltag zu entlasten und die Interaktion der Verwaltung mit Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern zu verbessern. Sie ist essentieller Baustein für eine ganzheitliche Transformation. Dabei hat für uns oberste Priorität, die KI stets vom Menschen her zu denken. Indem wir uns jetzt um die Einbindung von KI in Verwaltungsprozesse kümmern, werden wir bald von den Beschleunigungs- und Effizienzpotenzialen profitieren.

Sie sehen – die Transformation der Verwaltung läuft auf Hochtouren und wir lassen uns von kleinen Stolpersteinen nicht vom Kurs abbringen. Das motiviert. Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Erfolge auch bekannter werden und wir mehr Menschen für die Verwaltungsdigitalisierung begeistern können. Indem wir lauter darüber sprechen und den Fokus auf die Chancen lenken. Der eGovernment-Summit ist der richtige Startpunkt dafür.

Ich wünsche Ihnen einen inspirierenden eGovernment Summit 2024!

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