Registermodernisierung geht voran Erster Nachweisabruf über NOOTS

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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NOOTS funktioniert: Eine Kommune in Baden-Württemberg hat über das Nationale Once-Only-Technical-System erstmals Daten aus dem Kraftfahrt-Bundesamt abgerufen. Behörden können sich bereits jetzt für die Anbindung anmelden.

Über das NOOTS können Behörden künftig Daten untereinander austauschen, statt Angaben wieder und wieder bei Bürgern und Unternehmen abzufragen.(Bild: ©  watcharee - stock.adobe.com / KI-generiert)
Über das NOOTS können Behörden künftig Daten untereinander austauschen, statt Angaben wieder und wieder bei Bürgern und Unternehmen abzufragen.
(Bild: © watcharee - stock.adobe.com / KI-generiert)

Meldungen zur Verwaltungsdigitalisierung sind (zu) oft noch Absichtserklärungen. Beim Schlüsselprojekt Registermodernisierung / Aufbau des Nationalen Once-Only-Technical-System (NOOTS) dagegen wird auch geliefert.

Bereits 2025 war ein erfolgreiches Jahr – nicht nur die gesetzlichen Grundlagen wurden geschaffen, auch die technische Umsetzung lag komplett im Plan. Und 2026 beginnt mit einem Durchbruch: Nachdem die erste Ausbaustufe des NOOTS in einem BSI-zertifizierten Rechenzentrum in Betrieb genommen wurde, hat die Pilotkommune Korntal-Münchingen (Baden-Württemberg) über das neue System erstmals Daten aus dem Kraftfahrt-Bundesamts abgerufen. Der Abruf zum zweiten Anwendungsfall für Daten aus dem Handelsregister für eine Gewerbeanmeldung in Nordrhein-Westfalen ist in Kürze geplant. Anschließend sollen weitere Anwendungsfälle umgesetzt werden, während parallel die technischen Komponenten des NOOTS weiterentwickelt werden. Bis November 2026 soll das System ausgereift sein – und bereit für den Flächenrollout.

Das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) bildet die technische Infrastruktur, die „Datenautobahn“ für den Austausch von Daten der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen mit den Behörden und vor allem für den Datenaustausch der Behörden untereinander. Das ist die Voraussetzung für die Umsetzung des „Once-Only-Prinzips“ und für eine deutliche Entschlackung der Verwaltungsprozesse: Bürger und Unternehmen müssen ihre Daten nur noch einmal angeben, die Behörden können mit Einverständnis der Betroffenen darauf zugreifen und Daten austauschen. Das betrifft auch den Austausch mit anderen EU-Staaten.

„Die Registermodernisierung schafft echte Entbürokratisierung. Mit den ersten Nachweisdatenabrufen zeigt das NOOTS den dafür nötigen technischen Durchstich und die Grundlage für das Once-Only-Prinzip“, erklärt Dr. André Göbel, Präsident der FITKO (Föderale IT-Kooperation). Die FITKO verantwortet die Gesamtleitung und fachliche Koordination der Registermodernisierung; technische Umsetzung, Betrieb und die Weiterentwicklung des NOOTS liegen beim Bundesverwaltungsamt (BVA). „Das NOOTS macht Verwaltungsabläufe für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen deutlich effizienter“, bekräftigt auch Katja Wilken, die Präsidentin des BVA. Es komme nun darauf an, dass sich möglichst rasch weitere öffentliche Stellen anschließen.

Dafür gibt es auch Unterstützung: Während das System weiterentwickelt wird – Datenmanagement, optimierte Anschlussprozesse und Registerdaten-Navigation sind nur einige der Arbeitspakete – wird auch ein gemeinsames Wissensmanagement aufgebaut. Es soll auf der Website noots.gov.de ab Frühjahr 2026 zur Verfügung stehen. Bereits jetzt finden Verantwortliche der Behörden und Kommunen dort grundlegende Informationen, Selbstchecks, Umsetzungsnavigator und Erfahrungsberichte – und können sich auch schon für die künftige Anbindung an das NOOTS anmelden.

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