A1-Eurocloud-Studie

Eine hybride Wolke für den Public Sector

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Die Deutsche Verwaltungscloud (DVC), die im März 2025 offiziell gestartet wurde, stellt das zentrale Element der deutschen Cloud-Strategie dar. Diese von der Bundesregierung initiierte Plattform soll standardisierte Cloud-Services für Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene bereitstellen. Das österreichische Produkt positioniert sich dabei nicht als Konkurrenz zur DVC, sondern vielmehr als ergänzende Lösung. Besonders für Länder und Kommunen, die spezielle Anforderungen haben oder zusätzliche Kapazitäten benötigen, das eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Hybrid-Cloud-Strategien gewinnen in diesem Kontext an Bedeutung. Diese Ansätze ermöglichen es Behörden, kritische Arbeitslasten in der nationalen DVC zu belassen, während weniger sensitive Anwendungen oder Entwicklungsumgebungen bei alternativen Anbietern wie A1 Digital gehostet werden. Eine solche Diversifikation erhöht nicht nur die Ausfallsicherheit, sondern reduziert auch strategische Abhängigkeiten. Die Multi-Cloud-Strategie bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Die Integration verschiedener Cloud- Plattformen erfordert technische Expertise und kann zu erhöhter Komplexität in der IT-Verwaltung führen. Behörden müssen daher sorgfältig abwägen, welche Arbeitslasten auf welcher Plattform am besten aufgehoben sind.

Hierbei spielen Faktoren wie ­Datensensitivität, Compliance-­Anforderungen, Performance-­Bedürfnisse und nicht zuletzt die Kosten eine Rolle.

Trotz der technischen Vorteile souveräner Cloud-Lösungen identifizieren die Autorinnen und Autoren der Eurocloud-Studie von A1 auch typische Implementierungshürden. An erster Stelle stehen ihrer Einschätzung nach hohe
Einführungskosten zu Buche. Der Wechsel von bestehenden IT-­Infrastrukturen zu neuen Cloud-Plattformen erfordere oft erhebliche­ Investitionen in Hardware, Software und Schulungen. Für öffentliche Verwaltungen, die oft unter Budgetrestriktionen arbeiten, könnten diese Kosten ein erhebliches Hemmnis darstellen.

Die zweite benannte Herausforderung ist die Komplexität bei der Migration. Viele Behörden würden über IT-Landschaften verfügen, die über über Jahre oder Jahrzehnte hinweg organisch gewachsen sind. Die Integration dieser Systeme in neue Cloud-Umgebungen erfordere sorgfältige Planung und oft auch Anpassungen bisheriger Anwendungen. Dies sei nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern könne auch zu temporären Unterbrechungen im Betrieb führen. Die Integration in bestehende IT-Landschaften wurde von den Autorinnen und Autoren als dritte Hürde identifiziert. Behörden und Kommunen wären selten dazu in der Lage, von Grund auf neue IT-Systeme einführen, sondern müssten neu beschaffte Lösungen mit bereits operierenden Systemen verbinden. Dies erfordere komplexe Schnittstellen und könne teilweise zu Kompatibilitätsproblemen führen. A1 Digital begegnet den erwähnten Herausforderungen mit einem strukturierten Beratungsansatz. Der erste Schritt sei eine detaillierte Analyse der bestehenden IT-Infrastruktur. Hierbei würden nicht nur technische Aspekte, sondern auch organisatorische Prozesse und die zugrundeliegenden rechtliche Anforderungen betrachtet. Auf Basis dieser Analyse werde im Anschluss ein maßgeschneiderter Migrationsplan entwickelt, der die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Behörde berücksichtige.

Kernidee dieses Ansatzes ist die schrittweise Migration. Anstatt komplette IT-Systeme auf einmal zu migrieren, würden zunächst unkritische Systeme in die neue Umgebung übertragen. Dies reduziere das Risiko von Betriebsunterbrechungen und ermögliche es den beteiligten Teams, Erfahrungen mit der neuen Plattform zu sammeln, schreiben die Autoren. Erst nach dem Abschluss dieser ersten Schritte, würden kritischere ­Systeme migriert.

Die wirtschaftlichen Aspekte souveräner Cloud-Lösungen sind vielschichtig. Auf den ersten Blick mögen die Kosten höher erscheinen als bei großen internationalen Anbietern, die aufgrund ihrer Größe oft sehr „kompetitive“ Preise
anbieten können. Eine detailliertere Betrachtung zeigt jedoch, dass sich die Investition in souveräne Infrastrukturen langfristig ­auszahlen kann.

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