Digitale Souveränität
Doch kein KI-Rahmenvertrag mit Mistral und SAP

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Bundesregierung verfolgt die geplante Partnerschaft mit Mistral AI und SAP für KI in der Verwaltung vorerst nicht weiter. Ein Sprecher des BMDS sagte, dass es derzeit „seitens des Bundes keine Beschaffungsvorhaben“ bei Mistral gebe. Gründe nannte das Ministerium dafür nicht.

Mistral hätte – wie die namensgebende Herbstbrise – frischen Wind in die stark US-amerikanisch geprägte KI-Landschaft der Verwaltung bringen können. (Bild:  Gemini / KI-generiert)
Mistral hätte – wie die namensgebende Herbstbrise – frischen Wind in die stark US-amerikanisch geprägte KI-Landschaft der Verwaltung bringen können.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Deutschland und Frankreich hatten am 18. November 2025 beim Gipfel zur europäischen digitalen Souveränität in Berlin eine weitreichende Partnerschaft angekündigt. Laut BMDS waren vier Schwerpunkte geplant. Darunter ein souveränes, ein KI-gestütztes ERP-System, ein KI-gestütztes Finanzmanagement sowie Entscheidungsunterstützung für Verwaltungsbeschäftigte. Außerdem sollte mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit von KI-Systemen hergestellt werden. Die Partnerschaft sollte unter anderem darlegen, dass Europa bei Verwaltungs-KI ohne US-Anbieter auskommen kann.

Frankreichs Ministerin für KI und Digitales, Anne Le Hénanff, sprach damals von einem „neuen Kapitel“ deutsch-französischer Zusammenarbeit. Einen verbindlichen Rahmenvertrag über Steuerung, Umfang und Finanzierung wollten die vier Partner bis Mitte des Jahres unterzeichnen. Diese Frist ist inzwischen verstrichen. Ausgewählte Anwendungen sollten daraufhin zeitnah erscheinen und bis spätestens 2030 in den Verwaltungen aufschlagen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung