Smart City Monitoring

Digitale Transformation messen und steuern

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Wie machen es die anderen?

Einige Städte haben sich als Vorreiter bei der Wirkungsmessung bewiesen und bieten – laut den Autoren der Studie – anderen Kommunen wertvolle Orientierungsmöglichkeiten.

  • Hamburg nutzt eine Strategie-Pyramide zur wirkungsorientierten Steuerung, die Zukunftsbild, Prioritäten, Ziele, Maßnahmen und Indikatoren systematisch verknüpft. Die Hansestadt zeigt, wie sich strategische Ziele in messbare Teilziele herunterbrechen lassen.
  • Soest geht einen anderen Weg. Die westfälische Stadt hat ihre Smart-City-Strategie als stadtweite Gesamtstrategie mit bereichsübergreifenden Zielen verankert. Die jährliche Kennzahlenerfassung erfolgt über den Nachhaltigkeitsbericht. Mit diesem Ansatz werden Synergien genutzt und Ressourcen geschont.
  • Bochum setzt auf Transparenz durch ein webbasiertes öffentliches Dashboard. Die Smart City Innovation Unit koordiniert das Monitoring auf Projektebene mit SMART-Zielen und Key Performance Indikatoren (KPIs). Die Bürgerinnen und Bürger können dabei die Fortschritte in Echtzeit verfolgen.
  • Kassel verwendet das IOOI-Modell zur strukturierten Wirkungserfassung von Projekten und Maßnahmen. Das Smart Kassel Büro macht damit Zielbeiträge sichtbar und entwickelt erste Ansätze zur Erhebung qualitativer KPIs.

Die Autoren der Studie betonen, dass erfolgreiche Monitoring-Ansätze nicht von der Stadtgröße, sondern von der strategischen Herangehensweise und dem Engagement der Akteure abhängig seien. Im Rahmen der Studie wurden Interviews mit kommunalen Experten – darunter Chief Digital Officer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Smart-City-Abteilungen – geführt. „Um so richtig mit Wirkungsmessung zu arbeiten, braucht es Ressourcen, Zeit und Willen“, bringt Jörg Radandt, Chief Digital Officer der Stadt Soest, die Herausforderung auf den Punkt. Neben der Legitimation gegenüber Politik und Öffentlichkeit gehe es um die Weiterentwicklung von Strategien sowie die Kommunikation von Erfolgen.

Als zentrale Herausforderungen für Kommunen identifiziert die Studie folgende Punkte:

  • Die Messbarkeit strategischer Ziele: Während sich einzelne Projekte relativ einfach über quantitative Kennzahlen wie App-Downloads oder Nutzerzahlen bewerten lassen, würden sich übergeordnete Ziele wie „Stärkung der digitalen Teilhabe“ als schwer quantifizierbar erweisen.
  • Ressourcenknappheit: Personelle und finanzielle Kapazitäten seien oft begrenzt. Viele Kommunen würden bereits mit der Umsetzung ihrer digitalen Projekte an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit gelangen – für aufwändige Evaluationen fehlten schlicht und ergreifend die Mittel.
  • Fehlende Standards: Die Heterogenität kommunaler Zielsetzungen und Rahmenbedingungen erschwere die Vergleichbarkeit und Standardisierung. Beinahe jede Kommune entwickele darüber hinaus eigene Ansätze.
  • Interne Akzeptanz: Nicht alle Akteure seien von der Notwendigkeit des Monitorings überzeugt. Mehr Transparenz bedeute auch höhere Sichtbarkeit von Fehlern und Misserfolgen.

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