Smart-City-Ranking 2025 Der Wandel ist in der Fläche angekommen

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Die Digitalisierung deutscher Städte hat einen entscheidenden Wendepunkt erreicht. Im aktuellen Smart-City-Ranking 2025 zeigt sich, dass alle 417 untersuchten Kommunen die grundlegenden Weichen für ihre Transformation zur Smart City gestellt haben.

Das Smart-City-Ranking 2025 von Haselhorst ist veröffentlicht und hält die eine oder andere Überraschung parat.(Bild:  Haselhorst Associates Consulting)
Das Smart-City-Ranking 2025 von Haselhorst ist veröffentlicht und hält die eine oder andere Überraschung parat.
(Bild: Haselhorst Associates Consulting)

Seit 2018 veröffentlicht das Beratungsunternehmen Haselhorst Associates Consulting jährlich eine Auflistung von Städten nach Smart-City-Gesichtspunkten. Dabei werden verschiedene Parameter – die in den Augen der Berater bedeutend für den Transformationsprozess von einer „konventionellen“ hin zu einer „smarten“ Stadt sind – gewichtet und als Prozentwert angegeben. In diesem Jahr wurden auf diese Art und Weise über 33.000 Datenpunkte aktualisiert. Insbesondere das Vorhandensein von Digitalstrategien sowie die Umsetzungsfortschritten von digitalen Transformationsprozessen erfahren dabei Berücksichtigung. Im Smart-City-Ranking des Jahres 2025 konnten mit München, Hamburg, Berlin und Köln erstmalig vier Städte die „magische“ 50-Prozent-Marke durchbrechen. Im Vorjahr hatte lediglich München diese Schwelle überschreiten können.

Die Dynamik des Marktes spiegelt sich auch in der – im direkten Vergleich zum Vorjahr – veränderten Zusammensetzung der ersten zehn Plätze wider. Kiel, Oldenburg, Braunschweig und Halle an der Saale schaffen zum ersten Mal den Sprung unter die zehn führenden Smart Cities. Komplettiert wird das Ranking durch Mannheim sowie Bad Nauheim. Im Falle von Bad Nauheim zeigt sich, dass auch eine Mittelstadt den Transformationsprozess meistern kann und dass Smart-City-Entwicklung keine Frage der Stadtgröße ist.

Emerging Cities: Andernach führt Aufsteiger-Ranking an

Die größte Dynamik zeigt sich bei den sogenannten Emerging Cities – jenen Kommunen, die sich innerhalb eines Jahres prozentual am stärksten verbesserten. Andernach in Rheinland-Pfalz führt diese Kategorie mit einem Sprung von 8,3 auf 21,2 Prozent an. Aalen folgt mit einer Verbesserung von 28,2 auf 39,5 Prozent, während Achim in Niedersachsen von 27,0 auf 36,9 Prozent zulegte.

„Diese Städte rangieren zwar oft im Mittelfeld der Platzierungen, zeigen aber eine starke Aufwärtsdynamik“, erklärt Leonie Schiermeyer, Associate bei Haselhorst Associates Consulting. „Wichtig ist jetzt, dass genau diese Städte ihre bereits ergriffenen Smart-City-Maßnahmen messbar machen, evaluieren und gezielt weiterentwickeln.“

Konstantes Wachstum trotz auslaufender Förderprogramme

Die Analyse langfristiger Entwicklungstrends zeigt eine gewisse Konstanz. Das durchschnittliche, gesamtdeutsche Wachstum beim Smart-City-Entwicklungsgrad liegt seit 2022 kontinuierlich bei jährlich 15 Prozent. Seit 2019 werden durch das bundesweite Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ 51 Städte, zehn Landkreise und zwölf interkommunale Kooperationen gefördert. Das entspricht einem Einzugsbereich, der in etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung umfasst. Aufgrund des Förderprogramms des Bundes hätten die Smart-City-Aktivitäten in Deutschland erheblich an Dynamik gewonnen, betont Schiermeyer. Mit dem allmählichen Auslaufen der Modellprojekte stünden die Kommunen nun vor einigen Herausforderung. „Umso wichtiger ist es jetzt, dass die Projekterfolge evaluiert und kommuniziert werden“, mahnt Schiermeyer. Dies schaffe die Grundlage für eine erfolgreiche Verstetigung und einen zielgerichteten Einsatz notwendiger neuer Fördermittel. Ohne adäquate Anschlussförderung drohe der bisher erreichte „Transformationsschub“ zu verpuffen.

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