IT-Planungsrat Das Föderale IT-Standardisierungsboard hat die Arbeit aufgenommen

Von Natalie Ziebolz 2 min Lesedauer

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Die Entwicklung der IT-Standards beschleunigen – dieses Ziel verfolgt das neue Föderale IT-Standardisierungsboard. Die schlanke und agile Governance des Gremiums soll hierbei helfen.

Die Mitglieder des neuen Föderalen IT-Standardisierungsboards des IT-Planungsrats.(Bild:  TFM)
Die Mitglieder des neuen Föderalen IT-Standardisierungsboards des IT-Planungsrats.
(Bild: TFM)

Am 6. Juni 2024 trat in Erfurt erstmals das neu gegründete Föderale IT-Standardisierungsboard zusammen. Diese Initiative soll Strukturen und ein gemeinsames Verständnis in der Verwaltungsdigitalisierung auf Bundes- und Länderebene schaffen. Unter dem Vorsitz von Bernd Schlömer, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Digitales und CIO des Landes Sachsen-Anhalt, sowie Fedor Ruhose, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung und CIO des Landes Rheinland-Pfalz, trafen sich die Vertreter von Bund und den Ländern Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen. Neben ihnen waren Vertreter der Kommunen, öffentlicher und privater IT-Dienstleister, das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) sowie institutionelle Mitglieder wie die Föderale IT-Kooperation (FITKO) und die Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) anwesend.

„Wir wollen und müssen die Governance entschlacken, indem nicht immer 16 Länder und der Bund alles bis ins letzte Detail in epischer Breite erörtern, sondern kleinere Teams mit unterschiedlicher Perspektive professioneller zusammenwirken und auch mal auf bestehende Industriestandards verweisen. Und wir wollen die etablierten und guten Beteiligungsverfahren des DIN für den dringenden Standardisierungsbedarf nutzen sowie auch dadurch den Anschluss an die europäischen Entwicklungen besser ausschöpfen“, erklärte Schlömer diesbezüglich.

Klar definierte Aufgaben und Ziele

Das Föderale IT-Standardisierungsboard hat sich die Erarbeitung strategischer Leitlinien und die Festlegung eines verbindlichen Prozessmodells zur föderalen IT-Standardisierung zur Aufgabe gemacht. Es wird über neue Standardisierungsbedarfe entscheiden und Beschlüsse des IT-Planungsrats vorbereiten, um die verbindliche Nutzung zukünftiger IT-Standards sicherzustellen. Die FITKO übernimmt dabei koordinierende und operative Aufgaben als geschäftsführende Stelle.

Erste Schritte und zukünftige Planung

In seiner ersten Sitzung konzentrierte sich das Board auf organisatorische Themen wie die Verabschiedung der Geschäftsordnung. Es wurden strategische Leitlinien entwickelt und eine IST-Analyse der föderalen Standardisierungslandschaft durchgeführt. Fedor Ruhose betont die Bedeutung dieser ersten Schritte: „Die Konstituierung des Standardisierungsboards ist ein wichtiger Schritt für eine zielgerichtete Umsetzung der Standardisierungsagenda. Gemeinsame Standards bilden die Basis der Verwaltungsdigitalisierung.“ Bisher sei man hier zu langsam vorangekommen. Auch Ruhose erhofft sich daher von der schlankeren und agileren Governance, „mehr Tempo in die Entwicklung von Standards“ bringen zu können.

Die nächste Sitzung des Föderalen IT-Standardisierungsboards ist für September 2024 nach der Sommerpause geplant. Dann sollen erste Zwischenergebnisse bewertet und weitere Schritte besprochen werden.

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