Jahresbericht des IT-Planungsrats und der FITKO Das interföderale Ökosystem im Fokus

Von Natalie Ziebolz 3 min Lesedauer

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Das Jahr 2023 war für den IT-Planungsrat ein Jahr der Fortschritte und strategischen Neuausrichtungen. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht beleuchtet die Erfolge in den Aufgabenbereichen Produkte, Projekte und Standards und zeigt die strategische Ausrichtung für das kommende Jahr auf.

„Gemeinsam wirksam“ – das im vergangenen Jahr erarbeitete Selbstverständnis des IT-Planungsrats dient als Leitfaden für dessen Arbeit.(Bild:  Prostock-studio – stock.adobe.com)
„Gemeinsam wirksam“ – das im vergangenen Jahr erarbeitete Selbstverständnis des IT-Planungsrats dient als Leitfaden für dessen Arbeit.
(Bild: Prostock-studio – stock.adobe.com)

Im vergangenen Jahr lag der Fokus des IT-Planungsrats auf der Etablierung von Arbeitsstrukturen in Schwerpunktthemen, der Optimierung der Governance und der Schaffung eines dauerhaften Digitalisierungsbudgets. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht des Gremiums hervor. Besondere Beachtung fand auch die Stärkung der Zusammenarbeit im interföderalen Ökosystem: Die Ernennung von fachpolitischen Sprecher:innen und die Harmonisierung der Arbeitsprozesse und Ziele in den Schwerpunktthemen dienen als Basis, für die gemeinschaftliche Erarbeitung der föderalen Digitalstrategie.

„Ende 2022 haben wir wichtige Beschlüsse zur Stärkung der Wirksamkeit des IT-Planungsrats gefasst: Ziel war es nicht, alle Prozesse neu zu gestalten, sondern Bestehendes zusammenzubringen, wo nötig zu ergänzen und mithilfe der Zielbilder einen strategischen Rahmen zu bilden. Um diese Bemühungen fortzusetzen, haben wir zudem die Erarbeitung einer föderalen Digitalstrategie beschlossen, in der die Schwerpunktthemen als zentrales Element verankert werden“, fasst es Patrick Burghardt, Digitalstaatssekretär und CIO Hessens sowie Vorsitzender des IT-Planungsrats im Jahr 2023, zusammen. Um die Umsetzung des OZG nach dem EfA-Prinzip und den Roll-Out der kommunalen EfA-Dienste zu beschleunigen, sei zudem der Kommunalpakt verabschiedet worden. „Hierbei wurden Hürden und mögliche Treiber in den Blick genommen. In einem Zwischenbericht stellten die Länder ihre Aktivitäten vor, um EfA-Leistungen schneller und effizienter in die kommunale Nachnutzung zu bringen.“

Parallel dazu hat die FITKO wichtige Schritte unternommen, um die strategische Steuerung zu verbessern. Durch die Pilotierung eines Produktmanagementmodells und die Implementierung eines neuen Projektcontrollings wurden wichtige Grundlagen gelegt, um die Effizienz und Effektivität der digitalen Transformation voranzutreiben. Zudem wurde intensiv am föderalen IT-Architekturmanagement gearbeitet, um methodische Grundlagen für die Entwicklung von Referenzarchitekturen zu schaffen. Die Einführung einer IT-Infrastruktur zur Antragsdatenübermittlung, die verschiedene Standards verbindet, trägt zur Förderung einer medienbruchfreien Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung bei.

Aussicht auf die kommenden Monate

Für das Jahr 2024 steht nun die (Weiter-)Entwicklung der föderalen Digitalstrategie im Mittelpunkt. Unter der Federführung des Bundes sollen die Schwerpunktthemen identifiziert und durch einen breiten Beteiligungsprozess auch die Perspektiven der Nutzerinnen und Nutzer einbezogen werden. „Wir sind ein Land, eine Verwaltung mit einer Mission: die flächendeckende Digitalisierung der Verwaltung, um Unternehmen und Bürgern das Leben zu erleichtern. Ich sehe es als meine Aufgabe als Vorsitzender an, zusammen mit den Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und der FITKO das Ökosystem des IT-Planungsrats zu aktivieren, um voneinander zu lernen und uns gegenseitig zu unterstützen“, erklärt Dr. Markus Richter, Bundes-CIO und Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie Vorsitzender des IT-Planungsrats im Jahr 2024. Eine Schlüsselrolle spiele dabei Partizipation. „Ich möchte innovative Methoden der Einbindung von Stakeholdern anwenden, um die Aktivitäten in der öffentlichen Verwaltung und darüber hinaus zu einem echten Wendepunkt zu bringen.“

Dr. André Göbel, Präsident der FITKO, hebt hervor, dass die Organisation in der Lage sein muss, sich kontinuierlich an Veränderungen anzupassen. „In 2023 wurden erste Schritte unternommen, um die FITKO im neuen Jahr auf dieses Ziel ausrichten zu können. Dies wird mit einem neuen Organisationsmodell im Jahresverlauf 2024 weiter ausgebaut werden“ so Göbel.

Den gesamten Bericht des IT-Planungsrats können Sie hier einsehen:

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