Metropolregion Rhein-Neckar setzt eGovernment-Projekt fort

Beteiligte Länder verlängern Modellvorhaben bis 2020

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Dabei will man sich stärker als bundesweite Pilotregion positionieren und das Know-how mit anderen Akteuren teilen: „In Zukunft möchten wir die Erkenntnisse aus dem Modellvorhaben konsequenter in den IT-Planungsrat einbringen, der die Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Bereich der Informationstechnik und des eGovernment steuert“, so Randolf Stich, Innenstaatssekretär und IT-Beauftragter des Landes Rheinland-Pfalz.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Rheinland und der Metropolregion Nordwest (Bremen/Oldenburg) soll verfestigt werden, wo nach dem Vorbild Rhein-Neckar ebenfalls innovative Formen der Verwaltungszusammenarbeit erprobt werden.

„Ziel der zweiten Phase des Modellvorhabens wird es sein, noch mehr Projekte mit Pilotcharakter umzusetzen, um so die Verwaltungsprozesse durch den gezielten IT-Einsatz einfacher, schneller und kostengünstiger zu gestalten“, so Stefan Krebs, IT-Beauftragter des Landes Baden-Württemberg.

Neue Handlungsschwerpunkte sollen unter anderem Großraum- und Schwerlastverkehr, Open Data und der Bereich der Baugenehmigungen werden. Bei erfolgreich umgesetzten Projekten wie der länderübergreifenden eVergabe-Plattform „auftragsboerse.de“ soll die Metropolregion Rhein-Neckar auch künftig für reibungslose Abläufe und den Austausch der Akteure sorgen.

Regionalkonferenz als zentrale Netzwerkplattform

Knapp 200 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung waren ins CongressForum Frankenthal gekommen, um sich über die Themenschwerpunkte der kommenden Jahre zu informieren und in den drei Fachforen „eVergabe“, „Easy Transport“ und „Digitale Agenda in Kommunen“ über konkrete Projektvorhaben zu diskutieren.

Nach dem Grußwort des Frankenthaler Oberbürgermeisters Theo Wieder legte Stefan Dallinger (Landrat Rhein-Neckar-Kreis und Vorstandsmitglied Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar) den Schwerpunkt auf die intelligente Vernetzung: „Um unsere Städte, Kreise und Regionen zukunftsfähig zu machen, müssen die Bereiche Bildung, Energie, Gesundheit, Verkehr und Verwaltung mit digitaler Technologie stärker und besser vernetzt werden. In der Metropolregion Rhein-Neckar haben wir durch bestehende Netzwerke und Initiativen die besten Voraussetzungen dafür.“

Dallinger war bereits bei der 5. Regional-konferenz dabei, als das eGovernment-Modellvorhaben ins Leben gerufen wurde. Damals sprach er von „Liebe auf den zweiten Blick, die vielleicht länger hält“. Diese Hoffnung haben die Länder mit ihrer Ab-sichtserklärung zur Fortführung des Modellvorhabens erfüllt.

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