Baden-Württemberg KI-Assistenz F13 steht als Open Source bereit

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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F13, die KI-Assistenz aus Baden-Württemberg, steht jetzt als Open-Source-Software für Bund, Ländern und Kommunen zur Verfügung. Das Land lädt alle Interessierten zur Zusammenarbeit und Weiterentwicklung in der neuen Open-Source-Community ein.

F13-Open-Source wird über openCode bereitgestellt, auch künftige F-13-Dienste sollen über die Plattform zu beziehen sein.(Bild:  Лариса Лазебная - stock.adobe.com / KI-generiert)
F13-Open-Source wird über openCode bereitgestellt, auch künftige F-13-Dienste sollen über die Plattform zu beziehen sein.
(Bild: Лариса Лазебная - stock.adobe.com / KI-generiert)

Baden-Württemberg hat die KI-Assistenz F13 der baden-württembergischen Landesverwaltung als Open-Source-Software auf openCode veröffentlicht. Somit steht die Vollversion mit KI-Chatbot, Funktionen für Dokumentenzusammenfassung und Recherche für die öffentliche Verwaltung bundesweit zu Verfügung. Staatsminister und Chef der Staatskanzlei Jörg Krauss sowie der CIO/CDO des Landes, Ministerialdirektor Stefan Krebs, stellten F13-Open-Souce am 23. Juli 2025 in Stuttgart vor.

Die Lösung trägt insbesondere den Aspekten Souveränität und Datenschutz Rechnung: F13 verwendet demnach etablierte Open-Source-Komponenten, ist auf allen modernen Betriebsumgebungen lauffähig kann mit „nahezu jedem verfügbaren KI-Modell verwendet werden“. Betrieben wird die Software im Rechenzentrum des landeseigenen IT-Dienstleisters IT-Baden-Württemberg (BITBW). Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit des Landes, Prof. Dr. Tobias Keber, verwies auf die enge Zusammenarbeit mit seiner Behörde, er freue sich, „dass in Baden-Württemberg der Datenschutz nicht als Innovationshindernis, sondern als gemeinsamer Wert betrachtet wird – auch und gerade bei der Einführung von KI.“

F13-Open-Source-Community startet

Parallel soll eine offene F13-Open-Source-Community aufgebaut werden, die dann die Weiterentwicklungen koordiniert, sodass einmal entwickelte KI-Lösungen zügig von allen nachgenutzt werden können. Künftige F13-Dienste sollen ebenfalls über openCode bezogen werden können. Derzeit erprobe etwa das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlands bereits die KI-Assistenz und plane eine neue Funktion, mit der Wissen von Mitarbeitenden, die in den Ruhestand gehen, erhalten bleiben soll.

Landes-CIO Stefan Krebs sprach beim Launch von F13-OS vom „Startschuss für ein souveränes europäisches KI-Ökosystem für öffentliche Stellen auf Basis von F13.“ Staatsminister Jörg Krauss lud alle Interessierten herzlich ein, mitzuwirken: „Mit vereinten Kräften können wir eine echte Veränderung bewirken und zugleich die Souveränität der Verwaltung stärken. Gemeinsam für einen modernen Staat.“

Hintergrund

F13 wurde als KI-Anwendung des Innovationslabors Baden-Württemberg (InnoLab_bw) zusammen mit PD – Berater der Öffentlichen Hand entwickelt und als Prototyp den Mitarbeitenden der Landesverwaltung BaWü ab Mai 2023 zur Verfügung gestellt. 2024 wurde dann die Vollversion in der Landesverwaltung eingeführt. An der Entwicklung des Prototyps war das Start-up Aleph Alpha beteiligt, an der F13-Vollversion nicht mehr.

zur F13-Website

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