FITKO Behördennummer 115 testet KI-Chatbot

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Die FITKO hat ihren 115-Chatbot mit KI ausgestattet und testet die neue Lösung derzeit in mehreren Kommunen. Bei erfolgreicher Pilotierung sollen alle Verbundteilnehmer den Chatbot nutzen können.

Nicht nur zwischen 8 und 18 Uhr an Wochentagen: Per Chatbot können sich Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr über Verwaltungsleistungen informieren.(Bild:  FITKO)
Nicht nur zwischen 8 und 18 Uhr an Wochentagen: Per Chatbot können sich Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr über Verwaltungsleistungen informieren.
(Bild: FITKO)

Der Chatbot der Behördennummer 115 bekommt KI-Unterstützung: Bürgerinnen und Bürger wollen sich auch außerhalb der Telefonzeiten zu Verwaltungsleistungen informieren, dafür hat das Produktmanagement der FITKO (Föderale IT-Kooperation) bereits im vergangenen Jahr einen regelbasierten Chatbot entwickelt und erprobt. Mit Hilfe von KI sollen jetzt Antwortverhalten und Verständnis des Chatbots weiter verbessert werden. Die FITKO pilotiert die neue Lösung zunächst mit dem Land Berlin und mehreren Kommunen: Frankfurt am Main, Essen, Magdeburg, Aachen, Königstein im Taunus, dem Landkreis Harburg sowie in Kürze noch mit der Gemeinde Grünheide.

Wie funktioniert der KI-basierte­ Chatbot? Zunächst einmal: vollständig anonym, Nutzende­ sollen explizit keine personenbezogenen Daten eingeben, darauf wird schon bei der Eingabe hingewiesen. Möglich sind Eingaben in Deutsch, Englisch und Französisch, weitere Sprachen sollen folgen.

Für die Antworten greift der Chatbot auf die 115-Wissensdatenbank zu, Kommunen können darüber hinaus aber auch eigene Website(-bereiche) als Informationsquellen hinzufügen. Die Antworten werden jeweils mit Link zur Informationsquelle ausgegeben. Ist die Richtigkeit der Information nicht sichergestellt, soll der Chatbot auf die telefonische Auskunft über die 115 verweisen. Nutzende müssten sich auf die inhaltliche Richtigkeit der Antworten des 115-Chatbots verlassen können, betont Stephan Bartholmei, Leiter Produktmanagement in der FITKO: „Halluzinationen der KI können wir uns nicht leisten.“

Bei der Entwicklung legte die FITKO Wert auf die digitale Souveränität: Konfiguration und Verknüpfung der KI-Agenten erfolgen demnach mit einer Open-Source-Lösung. Als Sprachmodell wird aktuell GPT-4.1 Mini eingesetzt, ein Wechsel sei jedoch unkompliziert möglich, so dass kein Vendor-Lock-In bestehe.

In der Testphase, die zunächst auf zwei Monate terminiert ist, soll das Antwortverhalten überprüft, Feedback eingeholt und der Chatbot entsprechend weiterentwickelt werden. Bei erfolgreicher Pilotierung soll die Lösung künftig allen 115-Verbundteilnehmern zur Verfügung gestellt und künftig auch zentral auf der Website www.115.de eingesetzt werden. Perspektivisch soll der Chatbot auch die Mitarbeitenden in den 115-Service-Centern entlasten, etwa mit Verweisen auf Online-Dienste, Informationen und Online-Terminvereinbarungen.

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