eGovernment-Ranking 2013

ZUGFeRD und P23R beschleunigen Verwaltungsmodernisierung

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In Deutschland werden jährlich rund 32 Milliarden Rechnungen ausgetauscht, wobei der Anteil der elektronisch versandten Rechnungen derzeit lediglich im einstelligen Prozentbereich liegt. Mit einer eRechnung könnten Rechnungssteller also Porto- und Druckkosten in Millionenhöhe sparen. Mit dem in der Erklärung empfohlenen Datenmodell können Unternehmen und Verwaltung als Rechnungsempfänger ihre Verfahren auf eine durchgängig elektronische Rechnungsbearbeitung umstellen. Hierdurch würde die eRechnung zur wesentlichen Grundlage für ein modernes Haushalts-, Kassen- und Rechnungs­wesen.

Das Bundesinnenministerium hat darüber hinaus in Zusammenarbeit mit der Goethe Universität Frankfurt am Main Lösungswege für die Umstellung auf elektronische Rechnungen definiert, bewertet und daraus eine Handlungsempfehlung für seinen Geschäftsbereich und generell für die Verwaltung abgeleitet. Als vorteilhafteste Lösung wurde der eMail-Empfang von Rechnungen im Sichtformat (zum Beispiel als PDF-Format) plus Datensatz erkannt. Bei dieser Lösung können die Daten anschließend weiterverarbeitet werden. Sie spare Kosten und steigere die Prozessqualität auf Versender- und Empfängerseite.

In der gemeinsamen Erklärung werden Verbände, Wirtschaft und Verwaltung aufgefordert, die Anstrengungen zur Einführung der eRechnung weiterhin zu unterstützen und so einen effektiven Beitrag zur Senkung der Bürokratiekosten zu leisten.

Hierzu erklärt die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe: „Mit der eRechnung ermöglichen wir künftig einen unbürokratischen Rechnungsaustausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Wir senken Kosten und schaffen medienbruchfreie Prozesse von der Beschaffung bis zur abschließenden Bezahlung.“

Die Umsetzung der Handlungsempfehlung sowie die Anwendung des Datenformates erprobt das Bundesinnenministerium zurzeit in Pilotprojekten beim Technischen Hilfswerk, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Bundesverwaltungsamt.

Um auch auf Landes- und Kommunalebene die Behörden von den Vorteilen der Einführung des elektronischen Rechnungsaustausches sowie der Nutzung eines einheitlichen Datenformates überzeugen zu können, haben das Bundesinnenministerium und das Land Hessen ein gemeinsames Koordinierungsprojekt beim IT-Planungsrat initialisiert.

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