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XML-Formate erleichtern Abläufe
XML ist eine vielseitig anwendbare Beschreibungssprache für jedwede Art von Datenelementen. In Textzeichen verfasst, ist sie auch für Menschen leicht lesbar und kommt inzwischen in vielen Anwendungen zum Einsatz. Ausgangspunkt für XML (eXtensible Markup Language) war 1998 der Wunsch nach einem offenen Internet-Standard; er wird vom World Wide Web Consortium (W3C) herausgegeben und liegt seit Ende 2008 in fünfter Auflage vor.
Die Anwendungsmöglichkeiten für XML sind vielfältig und reichen von Grafik (Scalable Vector Graphics) über Geodaten (GML – Geography Markup Language) und Multimedia (SMIL, zeitsynchronisierte, multimediale Inhalte) bis hin zur Sicherheit (SAML – Security Markup Language). Der offene und plattformunabhängige XML-Standard hat bereits weite Verbreitung in der Software-Industrie gefunden und wird auf einer ganzen Reihe von Technologieplattformen verwendet – einschließlich Linux, Windows, Mac OS und Palm OS.
Unternehmen und Behörden, die jetzt schon mit XML-basierenden Dokumentenformaten arbeiten, können schon heute die Vorteile dieser offenen Dateiformate in den Bereichen Daten- und Dateimanagement, Datenwiederherstellung, Interoperabilität mit Line-of-Business-Systemen und einer langfristigen Dokumenterhaltung nutzen. Durch die Trennung von den eigentlichen Anwendungsdaten und deren Darstellung in XML Dokumenten-Formaten können in den Dateien verschiedenste Daten und Datentypen ergänzt werden.
Dies bedeutet, dass Organisationen XML-Dokumenten-Formate nutzen können, um Informationen aus anderen Anwendungen und Systemen übertragen zu können, ohne diese erst konvertieren zu müssen. Diese Informationen können dann in intelligenten Prozesssteuerungssystemen genutzt werden. Man spricht dann auch von intelligenten, selbst lenkenden Dokumenten, da sie mit den prozessrelevanten Informationen den Ablauf der Geschäftsprozesse steuern können.
Darüber hinaus bieten XML-Formate Entwicklern die Möglichkeit, Geschäftsdaten zur Laufzeit in ihre Dokumente einzubinden oder ihre Dokumente mit „Tags“ nach einem eigenen Kategorisierungssystem auszuzeichnen, um die Kenntlichmachung der Dokumentinhalte zu verbessern. Zudem können XML-Dokumente in Geschäftsprozessen sehr einfach automatisch generiert werden. Wenn zum Beispiel ein Bescheid erstellt werden soll, kann das Grundgerüst des Dokuments in einem IT-System erstellt werden – inklusive aller für den Fall relevanten Daten, wie Adressdaten oder Vorgangsnummern. Es müssen dann nur noch jene Daten ergänzt werden, die sich in der weiteren Bearbeitung ergeben.
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