Fachanwendungen OZG-Hub über den EfA-Marktplatz nutzen

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Über den OZG-Hub lassen sich Online-Bürgerdienste entwickeln und bestehende Lösungen nach dem Einer-für-Alle-Prinzip nach­nutzen. Bald auch direkt über den EfA-Marktplatz.

Dr. Holger Schaefers, Programmleiter Portale, Identitäten und Infrastrukturen im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg.(©  SEITENBAU GmbH)
Dr. Holger Schaefers, Programmleiter Portale, Identitäten und Infrastrukturen im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg.
(© SEITENBAU GmbH)

Bei der Umsetzung des Online­zugangsgesetzes (OZG) kann die Low-Code-Plattform OZG-Hub ­unterstützen. Der Hub bietet einen intuitiv zu nutzenden Formulardesigner, vorgefertigte Prozessbausteine und bundesweit nutzbare Schnittstellen an. Im Sinne des Einer-für-Alle-Prinzips (EfA) sollen damit bestehende Lösungen durch andere Verwaltungen nachgenutzt werden können. Beispielsweise ist im OZG-Hub die BundID bereits integriert und für die DeutschlandID vorbereitet.

Neu ist, dass Entwicklungspakete für den OZG-Hub bald auch direkt im EfA-Marktplatz gebucht werden können. Bisher war dies nur möglich, wenn ein Bundesland der Kooperation von Baden-Württemberg und Sachsen beigetreten ist. Damit haben Nachnutzer Zugriff auf den Low-Code-Werkzeugkasten mit fertigen Modulen zur Erstellung von Online-Anträgen, ein erprobtes Onboarding, die technische Revision sowie eine Infrastruktur, die im Sinne einer „Platform as a Service“ genutzt werden kann. Zudem können Einrichtungen dort Leistungen untereinander austauschen – ohne Ausschreibung und ohne Erfordernis der Schriftform. Dafür stehen im EfA-Marktplatz vertragliche Blaupausen bereit, die die Abstimmung beschleunigen und vereinfachen. Der EfA-Marktplatz wird durch die FITKO und govdigital betrieben.

„Für uns ist dies ein wichtiger Schritt“, sagt Dr. Holger Schaefers, Programmleiter Portale, Identitäten und Infrastrukturen im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg. „Der Code des OZG-Hubs ist in öffentlicher Hand, und als Produkt der Verwaltung für die Verwaltung ist es nur konsequent, anderen Behörden den Zugang zu seinen Entwicklungswerkzeugen möglichst einfach zu machen.“ Sven Hofmann, Referent und Projektleiter aus der Sächsischen Staatskanzlei, ergänzt: „Behörden müssen Bürgerdienste digital anbieten und wollen diese bearbeiten. Der OZG-Hub hilft ihnen, sich ohne unnötigen Ballast genau darauf zu konzentrieren, indem er ihnen viele technische und organisatorische Aufgaben abnimmt.“

Sven Hofmann(©  Sächsische Staatskanzlei)
Sven Hofmann
(© Sächsische Staatskanzlei)

Der OZG-Hub via EfA-Marktplatz steht allen Verwaltungen, Auftraggebern, Auftragnehmern und IT-Dienstleistern offen, sofern sie ein Inhouse-Verhältnis zu govdigital haben. Drei Paketgrößen (small, medium, large) sollen die Entwicklung beliebig vieler Online-Dienste ermöglichen. Sie unterscheiden sich zwar in den benötigten Plattformressourcen, nicht aber in den Leistungen. Die Paketgröße wird dabei jährlich angepasst, je nach den Bedürfnissen der Online-Dienste. Der OZG-Hub soll Anfang 2025 im EfA-Marktplatz verfügbar sein.

OZG-Hub

Der OZG-Hub ist ein Projekt des Innenministeriums Baden-Württemberg und der Sächsischen Staatskanzlei, das gemeinsam mit den Software-Entwicklern der Seitenbau GmbH entwickelt wird.

ozg-hub.de

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