KI-Nachnutzung Niedersachsen begrüßt KI-Assistenten LLMoin

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Nicht nur in Hamburg, auch beim südlichen Nachbarn heißt es bei der KI-Nutzung künftig: „LLMoin“. Als erstes Bundesland hat Niedersachsen am 12. Februar 2025 einen Vertrag zur Nachnutzung des integrierten KI-Assistenten unterzeichnet.

Dr. Horst Baier, CIO und IT-Bevollmächtigter der Landesregierung Niedersachsen (rechts), und Torsten Koß, Vorstand Digitale Transformation bei Dataport bei der Vertragsunterzeichnung.(©  Dataport)
Dr. Horst Baier, CIO und IT-Bevollmächtigter der Landesregierung Niedersachsen (rechts), und Torsten Koß, Vorstand Digitale Transformation bei Dataport bei der Vertragsunterzeichnung.
(© Dataport)

Die Landesverwaltung Niedersachsen setzt künftig auf den KI-Assistenten LLMoin. Die Lösung, die das GPT-4o-Sprachmodell nutzt, wird im Rechenzentrum von Dataport betrieben und erfüllt die geltenden Datenschutzanforderungen. Einen entsprechenden Nachnutzungsvertrag unterzeichneten am 12. Februar 2025 der CIO und IT-Bevollmächtigte der niedersächsischen Landesregierung, Dr. Horst Baier, und Torsten Koß, Vorstand Digitale Transformation bei Dataport. Damit ist Niedersachsen das erste Bundesland, welches das seit Anfang Dezember offiziell in Hamburg eingeführte System nachnutzt.

Niedersachsen will dabei auf alle vier aktuellen Funktionen des integrierten Textassistenten zurückgreifen, wie Dataport bekanntgab. Vorgefertigte Assistenten unterstützen die Beschäftigten in der niedersächsischen Verwaltung somit unter anderem bei Textzusammenfassungen, Recherchen und der Textgenerierung. Der sogenannte Expertenmodus soll aber auch das sogenannte freie Prompting mit individuellen Anweisungen ermöglichen.

Um sich nicht zu früh auf eine Lösung festzulegen, fährt Niedersachsen allerdings einen mehrgleisigen Ansatz: „Die Entwicklung der KI-Technologie ist immer noch sehr dynamisch mit immer neuen Möglichkeiten und Angeboten“, erläutert Dr. Baier die Beweggründe. Das kurzfristig verfügbare Produkt LLMoin habe sich angeboten, um möglichst viel Erfahrung in diesem Bereich sammeln zu können. „Darüber hinaus wird das Land Niedersachsen für die Nutzer der Standard-IT-Geräte in Kürze zusätzlich den KI-Assistenten Copilot von Microsoft einführen“, so Baier.

Der IT-Bevollmächtigte der niedersächsischen Landesregierung unterstrich, dass bei beiden Lösungen gewährleistet sei, eigene Daten KI-gestützt in einer geschützten und datenschutzkonformen Umgebung zu bearbeiten. Besonderes Augenmerk wurde auf den Schutz sensibler Daten gelegt. Das System ist so konzipiert, dass die Daten den europäischen Datenraum nicht verlassen. Eingegebene Daten werden nach der Verarbeitung aus den Systemen gelöscht, um eine Zweitverwertung zu Trainingszwecken auszuschließen.

Laut Dataport haben bereits weitere Kommunen, Städte, Bundesländer sowie öffentliche Einrichtungen bereits Interesse an einer Nachnutzung von LLMoin bekundet. Die Anstalt öffentlichen Rechts bietet interessierten Verwaltungen Testaccounts an und gewährleistet nach eigenen Angaben eine schnelle Betriebsbereitschaft in enger Abstimmung mit der Stadt Hamburg. „LLMoin ist ein Beispiel dafür, wie dank eines Nachnutzungsmodells moderne KI-Tools rasch in den öffentlichen Verwaltungen ankommen“, erklärt Torsten Koß. Damit einhergehende Skaleneffekte und Synergien schafften sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile für Länder und Kommunen.

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