Hamburg LLMoin hat Testphase verlassen

Von Johannes Kapfer 1 min Lesedauer

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Seit Anfang Dezember kann die Hamburger Stadtverwaltung auf ein eigenes Sprachmodell zurückgreifen. Dieses war zuvor rund ein Jahr lang erprobt worden. Insbesondere auf Datenschutzaspekte wurde hierbei geachtet.

Große Sprachmodelle – sogenannte LLMs – finden in immer mehr Branchen Anwendung.(©  hardvicore - stock.adobe.com / KI-generiert)
Große Sprachmodelle – sogenannte LLMs – finden in immer mehr Branchen Anwendung.
(© hardvicore - stock.adobe.com / KI-generiert)

Es sieht OpenAIs ChatGPT sehr ähnlich und lässt sich auch gleichermaßen niederschwellig bedienen. Doch unter der Haube ist das Sprachmodell LLMoin der Stadtverwaltung komplett auf Usability, Datenschutz und nicht zuletzt Sicherheit getrimmt. Im Gegensatz zum berühmten Bruder aus dem Silicon Valley ist LLMoin darüber hinaus nicht in der Lage, sensible Daten zu verarbeiten. Weiterhin wurde von den Entwicklerinnen und Entwicklern darauf geachtet, dass via sogenannter Prompt-Injection dies auch nachträglich nicht möglich sein soll.

Technisch basiert LLMoin auf den aktuellen GPT-Modellen. Diese werden über Microsofts Azure bereitgestellt. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Daten den europäischen Datenraum nicht verlassen. Weiterhin werden alle eingegeben Daten direkt nach der Verarbeitung nachhaltig aus den Systemen gelöscht. Damit soll weiterhin unterbunden werden, dass die Daten über die Hintertür zu Trainingszwecken „zweitverwertet“ werden.

Kommunen und Behörden, die sich für eine Nachnutzung von LLMoin interessieren, können weitere Informationen über die Kanäle von Dataport beziehen. Das Sprachmodell LLMoin ist nämlich in Zusammenarbeit des Kieler Entwicklers mit der Hamburger Stadtverwaltung entstanden.

Bis Mitte des Jahres soll LLMoin in allen Bereichen der Stadtverwaltung der Hanseaten zum Einsatz kommen.

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