Digitale Dachmarke und KERN UX
Mit der Dachmarke Vertrauen schaffen

Von Nicola Hauptmann 3 min Lesedauer

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Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung müssen nicht nur technisch sicher, sondern für Nutzende auch als solche erkennbar sein. Mit der Digitalen Dachmarke steht ein modulares Kennzeichnungssystem dafür bereit, aber wie wird es genutzt und was ist noch zu tun?

Das Projekt zur Digitalen Dachmarke läuft beim DigitalService des Bundes, die Pilotierung begann 2024 – Ergebnisse und Erkenntnisse liegen nun vor.(Bild:  DigitalService)
Das Projekt zur Digitalen Dachmarke läuft beim DigitalService des Bundes, die Pilotierung begann 2024 – Ergebnisse und Erkenntnisse liegen nun vor.
(Bild: DigitalService)

Eine kürzlich veröffentlichte Machbarkeitsstudie des IT-Planungsrats zum Aufbau einer föderalen Antragsplattform schildert eindrücklich die Erwartungen, Erlebnisse und Verwirrungen von Bürgerinnen und Bürgern, die versuchen, eine Verwaltungsleistung online abzuwickeln. Bei über 2.000 separaten Webseiten für Verwaltungsleistungen in Deutschland – von dieser Zahl geht die Studie aus – ist die erste Herausforderung, überhaupt die richtige Seite zu finden. „Ich habe das Gefühl, hier erstmal super viel lesen zu müssen, um herauszufinden, ob ich an der richtigen Stelle bin", wird ein Nutzer zitiert. Eine zentrale Plattform könnte hier sicher helfen, aber auch dann werden, gerade bei EfA-Leistungen, Weiterleitungen erforderlich sein. Wie behalten Anwender dabei den Überblick, wie können sie sich sicher sein, dass sie sich auf einer Seite der öffentlichen Verwaltung befinden?

Diese Herausforderung wird mit der Digitalen Dachmarke adressiert: Das Kennzeichnungssystem für die Websites von Bund, Ländern und Kommunen besteht aus vier modular verwendbaren Elementen: der offiziellen Website, der Bildmarke, dem Domainnamen gov.de und dem Designsystem Kern UX. Einheitliches Design und wiederkehrende visuelle Elemente sollen Vertrauen schaffen und die Orientierung erleichtern.