MaKI Mehr Transparenz bei der KI-Nutzung in Behörden

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Ursprünglich für Bundesbehörden erdacht, soll der „Marktplatz der KI-Möglichkeiten“ künftig auch Ländern und Kommunen offen stehen. Dies könnte dem KI-Register zusätzlichen Schub geben.

Aktueller Stand der im „Marktplatz der KI-Möglichkeiten“ ­erfassten KI-Systeme in der Bundesverwaltung.(Bild:  BMI)
Aktueller Stand der im „Marktplatz der KI-Möglichkeiten“ ­erfassten KI-Systeme in der Bundesverwaltung.
(Bild: BMI)

Mit MaKI, dem „Marktplatz der KI-Möglichkeiten“, ist seit Januar 2025 ein Bundesregister online, das eine Übersicht über die in der Bundesverwaltung realisierten KI-Systeme geben soll. Ursprünglich unter der Federführung des Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) vorangetrieben, fällt die Weiterentwicklung der Plattform mittlerweile in den Verantwortungsbereich des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernierung (BMDS).

Für mehr Nachnutzung und Zusammenarbeit

MaKI fungiert als zentrale Anlaufstelle für Behörden, die KI-Anwendungen suchen oder ihre eigenen Lösungen anderen Ressorts und Verwaltungseinheiten zur Verfügung stellen möchten. Ebenso ist es registrierten Behörden möglich, beim Eintragen selbst betriebener KI-Systeme neben dem Nachnutzungspotenzial auch Kooperationswünsche mit anzugeben. „Diese Angaben erleichtern die gezielte Suche nach Partnern mit ähnlichen Zielen oder komplementären Ressourcen und Kompetenzen“, heißt es dazu auf der Informationsseite des Bundes.

Ziel des Marktplatzes ist also zum einen die bessere Vernetzung zwischen den Behörden und darüber hinaus die Nachnutzung bereits entwickelter KI-Anwendungen, um sowohl technische als auch personelle Ressourcen einsparen zu können. Positiver Nebeneffekt: Die zugehörige Transparenzdatenbank hilft der Bundesverwaltung schon jetzt dabei, eine der Transparenzpflichten aus der KI-Verordnung umzusetzen.

Öffnung für Bundesländer und Kommunen

Ein weiteres Merkmal von MaKI ist das Web-Dashboard, welches Kennzahlen zur Verbreitung und Verwendung der KI-Lösungen visualisiert. Demnach umfasst die MaKI-Datenbank Stand Juli insgesamt 186 Projekte, 182 davon noch aktiv betrieben und gepflegt, von denen 51 als reine Idee oder in Form einer konkreten Bedarfsmeldung vorliegen. 41 KI-Systeme sind noch in der Planung oder der Proof-of-Concept-Phase, 42 befinden sich in der Entwicklung und 48 wurden bereits umgesetzt. Sehr umtriebig war dabei das Umweltbundesamt, das allein 48 Projekte eingetragen hat. Mit Abstand folgen die Bundesagentur für Arbeit, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie das Bundesamt für Naturschutz mit 15, 14 respektive einem Dutzend Projekten.

Was sich erst einmal nach nicht besonders viel Input anhören mag, relativiert sich schnell angesichts der nachgelagerten Evaluierungsprozesse. Für zusätzlichen Schub dürfte die schrittweise Einbindung der Bundesländer und Kommunen sorgen, die im Januar 2025 vom IT-Planungsrat beschlossen wurde und inzwischen in der Pilotierungsphase steckt. Landesseitig sind die Freie und Hansestadt Hamburg als Projektpatin sowie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen eingebunden, aber auch Städtetag, Städte- und Gemeindebund sowie Landkreistag partizipieren.

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