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Herausforderungen aus Sicht der Politik
Horst Westerfeld, CIO des Landes Hessen, meint dazu: „Die Öffentlichen Verwaltungen stehen vor einem Umbruch, der mit der stärkeren Einführung von IT in den Verwaltungen noch sichtbarer wird. In diesem Zusammenhang stellen sich insbesondere die Fragen: Inwieweit sind Verwaltungsprozesse mit Geschäftsprozessen der Industrie vergleichbar? Wie sind Leistungen der Verwaltung messbar? Wie kann man in der Verwaltung die Prinzipen der kaufmännischen Buchhaltung einsetzen, damit Transparenz erzeugen und damit sicherer steuern? Aus meiner Sicht gibt es mehr Analogien zu industriellen Geschäftsprozessen als manche eingestehen wollen. Dementsprechend können auch die IT-Instrumente zum Beispiel für die Gestaltung des Rechnungswesens und des Personalmanagements sowie zur Steuerung der Verwaltung insgesamt eingesetzt werden. Zur erfolgreichen Umsetzung der IT und der Ausrichtung an den Geschäftszielen einer Verwaltung sind aber auch die IT-Governance-Mechanismen und die dazugehörigen Organisationsstrukturen zu etablieren.“
Verwaltungsmodernisierung
Sein Kollege aus Niedersachsen, Christoph Lahmann, nähert sich der Frage, vor welchen Herausforderungen die Verwaltungen heute stehen, zunächst von der technischen Seite, legt den Finger dann aber in die gleiche Wunde: „Das Land Niedersachsen treibt die Verwaltungsmodernisierung seit geraumer Zeit mit Erfolg voran. Die Ziele der ersten Phase der Modernisierung, insbesondere die Transformation der dreistufigen Landesverwaltung in einen zweistufigen Aufbau und damit der Verzicht auf Doppelverwaltung, wurden planmäßig erreicht. In der zweiten Phase der Verwaltungsmodernisierung geht es nun darum, wesentliche Verwaltungsprozesse zu optimieren, um die Verwaltung nach innen noch effizienter und nach außen bürger- und unternehmensfreundlicher zu machen. Das Modell der Bündelung von Querschnittsaufgaben zu Shared Services steht dabei Pate für einige der wichtigsten Projekte.“
Im IT-Bereich beschreibt Lahmann die Situation so: „Gerade bei der Umsetzung von eGovernment-Vorhaben treten Defizite wie mangelhafte Interoperabilität durch fehlende Standards, vielfache Redundanzen durch unzureichendes Architekturmanagement oder das Fehlen einer ganzheitlichen IT-Governance besonders drastisch zutage.“
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