Whitepaper zu Strategie und Leadership

Fachkräftemangel: aus der Not eine Tugend machen

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Schließlich werden die Chancen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben, benannt und nötige Maßnahmen beschrieben:

  • Deutschland könne nachholen, was in den 80er Jahren versäumt wurde, „als sich die öffentliche Verwaltung besonders auf der Bundesebene dagegen sträubte, die Ideen des New Public Management aufzugreifen: Wirkungsorientierung, Effizienzsteigerung, Zusammenführung von Budget- und Ergebnisverantwortung, Kundenorientierung, Verbindlichkeit gegenüber Zielen und Standards.“ Auch der Zwang zur Verschlankung und Vereinfachung sei eine Chance.
  • Vielfältige Teams können die Kreativität fördern;
  • mit flexibler und altersgerechter Arbeitsgestaltung können erfahrene Mitarbeiter länger im Beruf gehalten werden;
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit und Projekte erfordern offenen Austausch und Kommunikation
  • Führungskräfte und Mitarbeiter von außerhalb der Verwaltung können Bereitschaft zum Wandel und Optimismus einbringen.
  • Als Voraussetzungen werden zudem Wissenstransfer (Mentoringprogramme) wie auch lebenslanges Lernen und Weiterbildung genannt – und zwar nicht nur im geschlossenen Verwaltungssystem, sondern mit Ideen und Inspirationen aus anderen Bereichen wie Wirtschaft und Kultur.

Was zu tun ist

Schließlich formulieren die Autoren konkrete Empfehlungen in drei Handlungsfeldern. Dazu gehört, erstens, die Förderung von Führungskompetenzen. Hier gelte es, vor allem Potenziale zu fördern. Mitarbeitende müssten bei der Vernetzung unterstützt werden, etwa durch Fellowship-Programme, die speziell auf den öffentlichen Sektor zugeschnitten sind. Als Beispiele werden „Fast-Stream-Programme“ in Großbritannien und das Hardenberg-Projekt von Oliver Wyman aufgeführt.

Zweitens sollte Technik für eine bessere Kundenorientierung genutzt werden, u.a. durch anonyme Kurzbefragungen als „Puls Checks“ zu laufenden Veränderungsprozessen. Im Rahmen von „Reverse-Mentoring“ könnten jüngere Mitarbeitende Technikwissen an Führungskräfte weitergeben. Die Projekte von Tech4Germany werden hierbei als Umsetzungsbeispiel genannt.

Die dritte Empfehlung bezieht sich auf den Kulturwandel. Um Erfahrungen sammeln zu können, sollten auch stellvertretende Referatsleitungen Personalverantwortung übernehmen; Referentinnen und Referenten übergreifende Projekte leiten. Maßnahmen sind neben den übergreifenden Projektteams eine Feedbackkultur und eine professionelle HR-Arbeit. Mit der Ermöglichung des Führens in Teilzeit soll das Potenzial der weiblichen Führungskräfte erschlossen werden. Zur Umsetzung wird auf das Führungsmodell für die öffentliche Verwaltung der US-amerikanischen Organisation „Partnership for Public Service“ verwiesen.

Die Autoren laden dazu ein, Erfahrungen und Ideen zu teilen, wie die vorgestellten Ziele in der Praxis erreicht werden können.

Das Whitepaper

Die Publikation „Besser als ihr Ruf. Wie die deutsche Verwaltung die Digitalisierung und den Fachkräftemangel als Chance zur Erneuerung nutzt“ von Dominik Weh, Tim Arnold de Almeida und Robert Kayser finden Sie hier zum Download.

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