Fortschritt durch Datennutzung?

Daten nutzen – Vertrauen stärken

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Die Trends für 2025

Laut einer Studie von Gartner werden im Laufe der nächsten beiden Jahre mehr als die Hälfte aller Institutionen im Public Sector ihr Hauptaugenmerk auf die Automatisierung von Verwaltungsprozessen legen. Zurückzuführen ist das unter anderem auf den demographischen Wandel und die damit einhergehende Pensionierungswelle in der öffentlichen Verwaltung. Aber auch die technischen Gegebenheiten der letzten Jahre haben diese Entwicklungen merklich beschleunigt.

Darüber hinaus wünscht sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger – Umfragen zufolge – mehr und bessere Leistungen von der öffentlichen Hand. Sie erwarten moderne, leicht zugängliche und praktische Dienste sowie eine schnelle Reaktion der Behörden, wenn sie Hilfe benötigen. Dies bedeutet, dass die Öffentliche Verwaltung für die Bürgerinnen und Bürger auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten mittels verschiedener Kanäle erreichbar sein muss. Informationen müssen leicht zugänglich sein, Servicemitarbeiter sollen zeitnah und kompetent helfen können.

All das sind Faktoren, die durch die Unterstützung von KI-gestützten Systemen verbessert werden können. Branchenübergreifend wird das Thema Kundenbindung und „Customer Experience“ das kommende Jahr prägen – insofern man den großen amerikanischen Meinungsforschern Glauben schenkt. Auch im Bereich eGovernment wird sich dieser Trend manifestieren, und das Hauptaugenmerk der Beschäftigten innerhalb der öffentlichen Verwaltung wird sich auf die Implementierung transparenter Strukturen richten. Dadurch soll der Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen besonders niederschwellig und barriere­arm gelingen.

Die Macht der KI nutzen

Wenngleich der Public Sector in den vergangenen Jahren große Fortschritte bei der Modernisierung seiner Systeme und Prozesse gemacht hat, befindet er sich hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von KI-basierten Anwendungsgebieten noch in den Kinderschuhen.

Laut einer repräsentativen Studie von EY glauben fast 75 Prozent der befragten IT-Entscheiderinnen und Entscheider, dass es innerhalb der nächsten drei Jahre zu einem flächendeckenden Rollout von KI-Systemen in der öffentlichen Verwaltung kommen wird. Dort kann das enorme Potential dieser Technologie in vollem Umfang zur Geltung kommen. Schließlich gibt es kaum einen Anwendungsbereich, den die KI besser beherrscht als das Jonglieren mit schieren Datenmengen.Weiterhin können die Behörden und Institutionen durch Automatisierung Prozesse optimieren, die Produktivität steigern und den Bürgerinnen und Bürgern bessere Services zur Verfügung stellen. Ein weiterer Pluspunkt: Der Einsatz von KI kann auch dabei helfen, sich innerhalb von Budgetgrenzen zu bewegen und mehr Mittel für andere Fachbereiche offenzulegen.

Mögliche Anwendungsbeispiele für KI in der ÖV sind beispielsweise Chatbots, die den Bürgerinnen und Bürgern einfache Fragen schnell und ohne menschliches Eingreifen beantworten können, sowie virtuelle Assistenten, welche den Verwaltungsfachangestellten in Finanz-, Beschaffungs- und Rechtsfragen assistierend zur Seite gestellt werden.

Resilienz und Agilität als entscheidende Faktoren

Angesichts der aktuellen politischen Lage im In- und Ausland sind Resilienz und Agilität das Gebot der Stunde. Resilienz, um gegenüber nationalen wie internationalen Krisen gehärtet zu sein. Agiles Management hingegen kann der öffentlichen Verwaltung helfen, auch in politisch unsicheren Zeiten ihre Handlungsfähigkeit beizubehalten. Ganz unabhängig von nationalen Strategien.

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