Open Source Berlin setzt auf openDesk

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Das ITDZ Berlin bereitet den Einsatz des Open-Source-Arbeitsplatzes openDesk in der Berliner Verwaltung vor.

Open Source für Berlin: Die Verwaltung soll digital souveräner werden.(Bild:  KI-generiert)
Open Source für Berlin: Die Verwaltung soll digital souveräner werden.
(Bild: KI-generiert)

„Es ist mittelfristig geplant, dass der IT-Dienstleister des Landes für die Berliner Verwaltung Komponenten von openDesk anbieten wird“, heißt es in der Antwort der Senatskanzlei auf eine schriftliche Anfrage von Jan Lehmann, Digitalpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Das OpenSource-Kompetenzzentrum des ITDZ habe bereits im November 2024 gemeinsam mit der Senatskanzlei und dem CityLAB einen User-Acceptance-Test für openDesk durchgeführt. Seitdem stünde man „im engen Austausch mit ZenDiS, um etwaige Einsatzmöglichkeiten zu klären“. Das Potenzial von Open Source sei vom Land Berlin erkannt worden und werde nun zunehmend ausgeschöpft. Für die nächsten Wochen sei geplant, eine Multi-Cloud- sowie die Open-Source-Strategie im Berliner Senat zu beschließen. Aktuell werde „BigBlueButton“ als zentrale Open-Source-Videokonferenzlösung genutzt.

„Es ist Zeit, das teure Microsoft-Monopol zu beenden“, kommentiert Jan Lehmann die Antwort der Senatskanzlei. Die Abhängigkeit von einem amerikanischen Unternehmen sei auch aus Datenschutzsicht kritisch zu sehen. „Mit openDesk als Open-Source-Lösung erhalten wir die volle Kontrolle über unsere Daten. Dies ist ein in Deutschland entwickeltes Vorzeigeprojekt – das müssen wir jetzt konsequent nutzen“, so Lehmann.

Auch die Unterstützung des ZenDiS soll ausgebaut werden. Auf der Digitalministerkonferenz am 24. November sei der Berliner Vorschlag einstimmig angenommen worden, den Bund erneut dazu aufzufordern, die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, damit die Länder dem ZenDiS beitreten können.

Für den tatsächlichen Einsatz von openDesk & Co. gibt es laut Abegordnetenhaus jedoch noch ein paar Bedingungen:

  • konsequente und langfristige Weiterentwicklung und Bereitstellung von openDesk durch die ZenDiS GmbH.
  • Bereitstellung auf den IKT-Arbeitsplätzen der Berliner Verwaltung und ein diese Veränderung begleitender Unterstützungsprozess für die Nutzerinnen und Nutzer.
  • Bereitschaft der IT-Fachverfahrenshersteller, ihre Schnittstellen für openDesk anzupassen.

Die Umstellung von Microsoft Office auf openDesk bedeute Kosten und Aufwand, doch „die Einführungskosten sind zur Erlangung der digitalen Souveränität unabdingbar und alternativlos“, heißt es in der Antwort.

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