Masterplan Digitalparks für das Rheinische Revier Zukunft: Made in Nordrhein-Westfalen

Von Chiara Maurer 2 min Lesedauer

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Fast 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner drängen das Thema Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen in den Fokus. Sogenannte Digitalparks sollen das Land deshalb als Digitalregion etablieren.

Die Digitalparks sollen Zentren der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Menschen werden.(©  Mirela Gherban's Images – via Canva.com.png)
Die Digitalparks sollen Zentren der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Menschen werden.
(© Mirela Gherban's Images – via Canva.com.png)

Die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen ist sehr hoch – kein Wunder, schließlich ist NRW das bevölkerungsreichste und am dichtesten besiedelte Bundesland in Deutschland. Entsprechend drängen sich den Verantwortlichen zahlreiche Fragen zur Digitalisierung auf. Allen voran der Strukturwandel. Der Rhein-Kreis Neuss und der Rhein-Erft-Kreis prüften in einer Studie deshalb die Umsetzung sogenannter Digitalparks als Zentren der Vernetzung.

Der „Masterplan Digitalparks“, erstellt von Drees & Sommer in Zusammenarbeit mit NMWP Management GmbH aus Düsseldorf, skizziert Maßnahmen und Potenziale für die Schaffung einer innovativen Digitalregion. Bis zu 2.500 neue Arbeitsplätze könnten in beiden Kreisen durch die Umsetzung von Digitalparks entstehen.

„Mit Blick auf den Strukturwandel bieten Digitalparks große Chancen für die regionale Wirtschaftsentwicklung“, betonte Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss bereits bei der Ergebnispräsentation des Masterplans Digitalparks im August 2023. Durch die strategische Ausrichtung auf Parks, die von der Nähe zu einem Hyperscale-Rechenzentrum und einem Datendrehkreuz profitieren, sollen die Rhein-Kreise Neuss und Erft ideale Voraussetzungen für die Digitalregion bieten. Die Kreuzung der überregionalen Datenautobahnen Amsterdam-Frankfurt und Paris-Stockholm verschafft diesen Kreisen Standortvorteile, ähnlich den Siedlungen an wichtigen Handelsrouten in früheren Zeiten.

Die bereits vorhandene Infrastruktur zur Energieversorgung bietet weitere Vorteile gegenüber anderen Regionen. Die besondere Lage der Rhein-Kreise mit idealen Voraussetzungen wurde bereits durch eine Machbarkeitsstudie des NRW-Wirtschaftsministeriums 2021 bestätigt.

Die Digitalparks sollen jedoch nicht nur Datenspeicher sein, sondern als Zentren der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Menschen fungieren. Frank Rock, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, erklärt dazu: „Für die Transformation brauchen wir innovative und nachhaltige Wertschöpfungsansätze, die zu zukunftsorientierten Arbeits- und Ausbildungsplätzen führen werden. Die Digitalparks verstehen sich dabei als Zentren der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Menschen.“

Die Parks sollen deshalb als regionale, integrierte und nachhaltige Quartiersentwicklungen fungieren. Kurze Wege, umfassende Dienstleistungen, Vernetzungsorte, grüne Flächen und nachhaltige Energiekonzepte sind Teile der Vision, die die Digitalparks zu Räumen machen sollen, in denen Innovation, Gemeinschaft und Technologie zusammenfinden. Die Digitalparks bieten eine große Chance, Wohlstand und Lebensqualität im Rheinischen Revier zu sichern. Bis Mitte 2025 sollen Detailstudien und Standortprüfungen durchgeführt werden. Bis Ende 2027 müssen Themen wie Planungsrecht, Finanzierung, Management und Wettbewerbe geklärt sein, bevor ab 2028 der Bau starten kann. Den Startschuss dafür bildet der Masterplan.

Der Rhein-Erft-Kreis erklärt zudem, dass mit der Präsentation des Plans, der Weg, zum einen notwendige Stakeholder und mögliche Investoren zu identifizieren und zum anderen Standortentscheidungen und geeignete Infrastruktur-Lösungen vorzubereiten, geebnet sei. Bisher stehe die Verwaltung des Rhein-Erft-Kreises gemeinsam mit landesweiten und regionalen Wirtschaftsinstitutionen sowie den Kommunen hier am Anfang.

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