Arbeitskreis GovTech des NEGZ

Wie GovTech-Start-ups – potenziell – den öffentlichen Sektor transformieren

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Bei all der Euphorie, die das Thema GovTech bisweilen umgibt, bleibt es weiterhin wichtig, Digitalisierung nicht allein als technologisches Thema zu begreifen. Die im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung exemplarisch zunehmend in den Blick genommenen Aspekte der Akzeptanz, Kultur-, Prozess- und Organisationsveränderung sind und bleiben auch in Zeiten von GovTech höchst relevant. Viele GovTech-Start-ups bauen dies, jenseits ihrer technischen Leistungsfähigkeit, als Stärke aus. Die anderen, und die gibt es auch, werden es schwer haben, langfristig Fuß zu fassen und der Öffentlichen Hand nachhaltige Veränderungen zu liefern.

Arbeitskreis

Vor diesem Hintergrund gründete sich im Frühjahr 2023 der Arbeitskreis „GovTech“ des NEGZ (Nationales E-Government Kompetenzzentrum), um aus Verwaltungen kommunizierte Bedürfnisse aufzugreifen und Systeme zur Förderung der GovTech-Innovationsfähigkeit mitzugestalten sowie Behörden das nötige Werkzeug an die Hand zu geben, um sich in teilweise noch unbekannten Gewässern der Start-up-Beauftragung ­zurechtzufinden.

In diesem Zusammenschluss finden sich Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 60 Behörden, Unternehmen, GovTech-Start-ups und der Wissenschaft regelmäßig zusammen. Die Gruppe wird geleitet von Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves (Universität Bremen), Paulo Kalkhake (GovTecHH), Moritz Junginger (Hessisches Wirtschaftsministerium) und Viktoria Gryzmek (PUBLIC Deutschland) und tauscht sich regelmäßig über Best-Practice-­Beispiele aus, arbeitet an einer kohärenten Strategie und vernetzt GovTech-Interessierte.

Aktuell stehen hier zwei Projekte im Vordergrund:

  • die gemeinschaftliche Entwicklung einer Forschungsagenda mit dem Ziel, Forschungslücken und Trends zu identifizieren sowie
  • die Studie „GovTech in Deutschland“, in der unter anderem GovTechs systematisch interviewt werden, um aus deren Input Best Practices der Start-up-Förderung im öffentlichen Bereich abzuleiten.

Obwohl Deutschland in den „Leaders“ des GovTech Maturity Index der Weltbank aufgeführt wird, bleiben viele Potenziale unerschlossen. Das Thema GovTech stellt einen Paradigmenwechsel in der Art und Weise dar, wie Verwaltungen Innovationen und technologische Möglichkeiten nutzen.

Luca T. Bauer (l.) und Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves(©  NEGZ)
Luca T. Bauer (l.) und Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves
(© NEGZ)

Eine gesunde Demokratie braucht funktionierende Verwaltung und krisenfeste Strukturen, insbesondere technologischer Art. Hierzu können GovTechs beitragen. Es bedarf dazu perspektivisch dedizierter Forschung an Einsatzbereichen, Organisation, Förderung und Institutionalisierung. Der Arbeitskreis GovTech im NEGZ freut sich hier über Beiträge.

Die Autoren:

Luca T. Bauer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter – Digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung Universität Bremen,
Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves, GovTech-Beauftragter des Senators für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen, Universitätsprofessor für Informatik an der Universität Bremen

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