Definition Welche Aufgaben hat ein Kompetenzzentrum?

Von WinterTho 4 min Lesedauer

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Ein Kompetenzzentrum unterstützt verschiedene Einrichtungen und Abteilungen mit umfassendem Wissen sowie Erfahrungen in bestimmten Themenbereichen. Damit stärken Zentren insbesondere im Rahmen der Digitalisierung im öffentlichen Sektor die Kompetenz.

Kompetenzzentren treten als Wissensvermittler auf, erarbeiten aber beispielsweise auch konkrete Lösungsansätze und optimierte Geschäftsprozesse.(Bild:  scyther5, Getty Images via Canva.com)
Kompetenzzentren treten als Wissensvermittler auf, erarbeiten aber beispielsweise auch konkrete Lösungsansätze und optimierte Geschäftsprozesse.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)

Als Einheit innerhalb einer Organisation oder als eigenständige Einrichtung hat ein Kompetenzzentrum in erster Linie die Aufgabe, mit hoher Kompetenz in bestimmten Wissensgebieten sowie Betätigungsfeldern vernetzte Ansprechpartner zu unterstützen. Hierfür muss das Zentrum in den relevanten Bereichen verschiedene Informationen und Daten überwachen.

Kompetenzzentren können dadurch internen Abteilungen oder anderen Einrichtungen faktenbasiertes Wissen verschaffen. Auf diese Art hilft ein Zentrum den Beteiligten dabei, eigene Fähigkeiten weiterzuentwickeln und die individuellen Kompetenzen zu stärken. Währenddessen stehen im öffentlichen Sektor genauso wie in der Wirtschaft besonders häufig allgemeine IT-Themen sowie die Digitalisierung im Mittelpunkt.

Im IT-Bereich gehört vor allem die umfassende und nachhaltige Unterstützung in den folgenden Gebieten zu den klassischen Aufgaben eines Kompetenzzentrums:

  • Datenverwaltung
  • Netzwerkdesign
  • Internetnutzung
  • Softwareeinsatz
  • Anwendungsentwicklung

Professionalisierung der Digitalisierung im öffentlichen Sektor

Im öffentlichen Sektor besteht ein zentrales Ziel der Kompetenzzentren darin, die Verwaltung im Kontext der Digitalisierung durch gebündelte Aktivitäten zu professionalisieren. Die Zentren arbeiten deshalb beim digitalen Wandel darauf hin, dass die richtigen Geschäftsmodelle sowie Prozesse mit zielführenden Medien und Technologien kombiniert werden. Hierfür bleibt es wiederum unverzichtbar, die Kompetenzen der unterstützten Menschen in der öffentlichen Verwaltung zu stärken.

In einem Kompetenzzentrum bleibt es unverzichtbar, auf der Suche nach dem richtigen Personal für den digitalen Wandel im öffentlichen Sektor die grundsätzliche Eignung im Detail zu überprüfen. Zugleich müssen die Zentren die Kompetenz der Menschen unter anderem durch gezielte Weiterbildungen fördern. Die Führungskräfteentwicklung ist in einem Kompetenzzentrum ebenfalls eine bedeutende Aufgabe. Hierfür prüfen die Beteiligten zunächst, welche Mitarbeiter für Führungsaufgaben im Rahmen der Digitalisierung geeignet sind.

Erarbeitung notwendiger Strukturen und Modelle

Ein Kompetenzzentrum erarbeitet Strukturen, die in digitalisierten Einrichtungen dem geförderten Personal einen selbstbestimmten Arbeitsalltag ermöglichen. Die Zentren schaffen Voraussetzungen, durch die kompetente Menschen Verantwortung übernehmen und zugleich kreativ arbeiten können. Zudem sollen Modelle für die Zusammenarbeit die Partizipation erleichtern. Am Ende möchten die Kompetenzzentren in Organisationen eine lernoffene und innovationsfreundliche Kultur erzeugen. Dadurch wird befähigtes Personal einerseits motiviert und profitiert andererseits von Bedingungen, die zur gesteigerten Effektivität im Arbeitsalltag beitragen.

Die Aufgaben der Kompetenzzentren orientieren sich auch am Hauptziel, am Ende zwischen dem Personal, der Organisation und der Technologie eine möglichst ideale Abstimmung zu erreichen. Darauf arbeiten die Zentren bereits bei der Organisationsgestaltung und der Optimierung der digitalisierten Geschäftsprozesse hin. Am Anfang muss hierfür die Technologie bei der Unterstützung des Personals als Basis mit der Organisationsstruktur harmonieren.

Die Bereitstellung eines wissenschaftsgestützten Beratungsangebots ist ebenso eine entscheidende Aufgabe eines Kompetenzzentrums. Mit der möglichen Beratung sind die Zentren im öffentlichen Sektor eine tragende Säule, die Probleme im Zusammenhang mit der Digitalisierung und weiteren komplexen Themen frühzeitig vermeiden kann. Die öffentliche Verwaltung erhält die Chance, Beratungsangebote der Kompetenzzentren direkt abzurufen. Dieses Angebot orientiert sich jeweils am individuellen Bedarf des unterstützten Verwaltungsbereichs.

Vernetzung zwischen Kommunen und IT-Dienstleistern

Im Rahmen der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung sind Kompetenzzentren auch eine Schnittstelle zwischen Kommunen und regionalen IT-Dienstleistern. Im Rahmen der Verwaltungsdigitalisierung kann ein Zentrum sich in einem ganzen Bundesland oder bundesweit mit diesen Ansprechpartnern austauschen. Das gesammelte Wissen wird dann wiederum für alle Digitalisierungsprojekte bereitgestellt und soll die Wiederholung eines bekannten Problems sowie redundanten Aufwand verhindern. Dieser Erfahrungsschatz aus dem öffentlichen Sektor erleichtert schließlich die effektive Kooperation zwischen IT-Dienstleistern und Kommunen.

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Ein Kompetenzzentrum entwickelt in vielen Fällen für die Digitalisierung umfassende Vorgehensleitfäden und Konzepte. Dabei steht oft auch die Behördenkommunikation im öffentlichen Sektor oder die Einführung von elektronischen Akten im Mittelpunkt. Die erarbeiteten Konzepte werden den unterstützten Behörden oft unter anderem über Kommunalportale zur Verfügung gestellt.

Bewältigung der Umsetzungshürden bei Digitalisierungsprojekten

Kompetenzzentren erfüllen auch bei der Bewältigung der Umsetzungshürden im Rahmen eines Digitalisierungsprojekts im öffentlichen Sektor bedeutende Aufgaben. Die Zentren analysieren diese Hürden im Detail und entwickeln daraufhin Lösungsstrategien. Ergebnisse aus diesen Analysen präsentiert ein Kompetenzzentrum oft im Rahmen einer Informationsveranstaltung. Bei speziellen Workshops tauschen die Zentren ebenfalls Wissen aus, um Umsetzungshürden während des digitalen Wandels zu bewältigen.

In zahlreichen Fällen sind Kompetenzzentren an der Einführung und Weiterentwicklung eines eGovernment-Diensts beteiligt. Hierfür können Zentren umfassende Lösungsarchitekturen entwickeln. Mit organisatorisch-technischen Blaupausen befasst ein Kompetenzzentrum sich im Detail mit den Auswirkungen der entwickelten Dienste in der Praxis. Hierbei besteht ein zentrales Ziel darin, die Behörden mit allen Beteiligten möglichst weitgehend zu entlasten. Zugleich soll der richtige Umgang mit den eGovernment-Diensten für die Verwaltung genauso wie für Bürger einfach verständlich sein.

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