Abhörskandal Thüringer IT-Beauftragter regt Software-Wechsel an

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Nach dem Abhörskandal Russlands, in dem ranghohe Bundeswehrvertreter während einer Videokonferenz abgehört wurden, denkt die Landesverwaltung Thüringen nun über einen Wechsel nach: Die Militärs nutzten die gleiche Software, die Teile der Landesverwaltung auch verwenden. Doch es gibt Alternativen.

Die gleiche Video-Konferenzsoftware wie das Militär – das soll sich nun nach dem Abhörskandal ändern. (© insta_photos – stock.adobe.com)
Die gleiche Video-Konferenzsoftware wie das Militär – das soll sich nun nach dem Abhörskandal ändern.
(© insta_photos – stock.adobe.com)

Staatssekretär und IT-Beauftragter Hartmut Schubert habe bei Beratungen darum gebeten, sich mit einem möglichen Austausch der bisher eingesetzten Software für Video-Schalten zu befassen und über Alternativen zu sprechen, teilte eine Regierungssprecherin auf Anfrage mit. „Dies wird auf der Arbeitsebene und in Abstimmung zwischen den Häusern erfolgen“, erklärte sie.

Bei Kabinettsschalten und Staatssekretärsrunden nutzt die Landesregierung die gleiche Konferenzsoftware wie die hochrangigen Bundeswehr-Vertreter bei dem von Russland mitgeschnittenen Gespräch.

In welchem Ausmaß das Programm in der Thüringer Landesverwaltung zum Einsatz kommt, blieb zunächst unklar. Nach Angaben des auch für IT zuständigen Finanzministeriums gebe es auch eigene Lösungen für Videoschalten, die vom Landesrechenzentrum betrieben würden. „Der ‚Eigenbetrieb’ im TLRZ erfolgt insbesondere aufgrund des hohen Anspruchs der Verwaltung an den Datenschutz“, teilte eine Sprecherin des Finanzministeriums mit. Es sei ein stetiger Zuwachs bei den Nutzerzahlen zu verzeichnen.

Das Finanzministerium empfehle, bei einer Teilnahme an Videokonferenzen zu prüfen, „ob die ausgetauschten Informationen einer besonderen Schutzwürdigkeit beziehungsweise Vertraulichkeit unterliegen“. Außerdem sollte eine Kontrolle der Identitäten der Teilnehmer erfolgen, hieß es.

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