Mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) rücken Online-Services für Bürger in den Fokus der Digitalisierung von Kommunen. Vor Ort kommen unter dem Fachbegriff Digital Signage vernetzte Bildschirme und Sensoren zum Einsatz, die eine moderne Ansprache ermöglichen.
Bildschirmen und interaktive Terminals ersetzen zunehmend statische Kommunikationselemente wie Plakate und Aushänge.
(Bild: dimedis)
Kommunale Dienstleistungen werden zunehmend digitalisiert, spätestens mit den Vorgaben des Onlinezugangsgesetzes hat diese Entwicklung an Fahrt aufgenommen. Dort stehen vor allem Online-Services im Mittelpunkt, Bürger sollen von zu Hause schnell und einfach über das Internet ihre Angelegenheiten erledigen können: das Auto anmelden, den Reisepass verlängern oder einen Antrag stellen.
Was selten betrachtet wird: auch vor Ort in den kommunalen Einrichtungen erwarten die Kunden eine bequeme und zeitgemäße Ansprache. Hier kommt der Einsatz vernetzter Bildschirme und Sensoren ins Spiel. Digital Signage ist der Fachbegriff dieser Technologie, die die letzte Meile der Kundenerfahrung in der Kommune vernetzt und und mit Online-Services verbindet.
Mit Digital Signage sind Bildschirme und Infostelen gemeint, auf denen dynamisch Informationen gezeigt werden. Digital Signage verändert die Kommunikation im Handel, in Unternehmen und nun auch in kommunalen Einrichtungen. Reichten früher schwarze Bretter und Aushänge an stark frequentierten Stellen, erwarten Besucher und Mitarbeiter heute wesentlich mehr, um Neuigkeiten zu erfahren und sich vor Ort zurecht zu finden. Durch die übersichtliche und stets aktuelle Anzeige auf Monitoren finden Besucher in den kommunalen Einrichtungen zum Beispiel auf Anhieb die richtigen Ansprechpartner mit Raum- und Kontaktinformationen oder Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen. Kommunen wie die Stadt Friedrichshafen sind da bereits Vorreiter. Denn richtig umgesetzt, hilft die Digitalisierung den Kommunen dabei, Ressourcen zu sparen und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten.
Digitaler Empfang und Wegeleitung
In Foyers und Eingangsbereichen bieten sich interaktive Stelen an, um den Besucher als digitaler Concierge das Anmelden zu ermöglichen. Die Kunden können ihr Anliegen auch in die Suche eingeben. Sie erhalten eine Wegeleitung zum richtigen Bereich. Sie sehen zudem, wer ihre Ansprechpartner sind und wie viele weitere Kunden dort warten. Dank des digitalen Concierge wissen Besucher, wie lange die durchschnittliche Wartezeit beträgt. Sie können zudem die Wegeleitung zum Beispiel über einen QR-Code auf ihr Smartphone übertragen und sich im Gebäude leiten lassen.
Infos und Aufrufsystem in Wartebereichen
Bildschirme im Wartebereich sind ideal, um Inhalte wie aktuelle Nachrichten, Wetter- und Fahrplaninformationen, Öffnungs- und Sprechzeiten, Stellenausschreibungen, Hilfsangebote oder Informationen zu staatlichen Zuschüssen darzustellen. Moderne Digital-Signage-Softwarelösungen bieten zudem die Integration von Aufrufsystemen wie die von MEM-o-MATIC an. Neben dem Aufruf auf dem Bildschirm ertönt auch ein akustisches Signal.
Digitale Türschilder
Digitale Türschilder vermitteln den Kunden auf einen Blick, wann ihr Termin stattfindet und wer ihr Ansprechpartner ist. Zudem erfassen die Wartenden, welcher Raum wann belegt ist. Digital-Signage-Softwarelösungen integrieren alle gängigen Kalendertools, um die Belegung der Räume dynamisch auf den Bildschirmen anzuzeigen. Die Bildschirme sind smart: Aktuelles wird hervorgehoben, vergangene Termine ausgeblendet.
Im Notfall informiert
Dank der Screens lassen sich bei Notfällen wie einem Feueralarm sofort alle Kunden und Mitarbeiter informieren. Das kann automatisiert erfolgen oder durch die Mitarbeitenden manuell ausgelöst werden. So werden innerhalb kürzester Zeit alle sich im Gebäude befindlichen Personen effektiv gewarnt und auf Verhaltensmaßnahmen während der Gefahrensituation hingewiesen. Die Warnhinweise auf den Bildschirmen lassen sich mit akustischen Warnsignalen koppeln und synchronisieren.
Mitarbeiterkommunikation
Digital Signage ist auch als Instrument der Mitarbeiterkommunikation für die kommunalen Arbeitgeber interessant. Denn es erlaubt in der internen Kommunikation auch ein Mehr an Interaktivität, etwa durch touchfähige Systeme oder die Integration von Smartphones. Es ist auch ideal für interne Schulungen. Die visuelle Darstellung, auch mit Bewegtbild, wirkt besser als statische Motive und Text. Schnittstellen zu Datenbanken jeder Art machen daraus ein Werkzeug, um die Inhalte aus Kanälen wie Social Media, Blogs, Wikis, Kalender, Wetterdaten und Unternehmensseiten zu nutzen und den Kollegen einfach und niederschwellig zugänglich zu machen.
Interaktive Stelen im Außenbereich
Kommunen punkten auch mit Informationsterminals im Außenbereich. So können Gäste und Bewohner die Stadt interaktiv erschließen und Informationen erhalten, in welchen Geschäften sie einkaufen können, wo sie Behörden finden und welche Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt zu entdecken sind. Über die Einbindung einer digitalen Wegeleitung und einer freien Suche nach Begriffen können schnell und einfach alle relevanten Informationen über die Stadt abgerufen werden. Der Kioskmodus bietet zudem weitere Informationen wie nah gelegene Parkplätze, Texte zu Sehenswürdigkeiten, die nächsten Toiletten, Restaurants, Bushaltestellen, Fahrradstationen, Taxen und Events an. Auch hier kann man alle Informationen und Wegeleitungen aufs eigene Smartphone übertragen. Wenn die Stelen nicht genutzt werden, zeigen sie Werbung an.
Einsatz in kommunalen Unternehmen
Digital Signage ist nicht nur für Behörden und Ämter spannend. Auch in Kassenbereichen kommunaler Unternehmen wie Schwimmbäder, Theater, Stadtbibliotheken, Touristen-Informationsstellen und Museen ist Digital Signage heute bereits Standard. Über die Bildschirme werden Infos zu Preisen, Öffnungszeiten und Werbung angezeigt.
Stand: 08.12.2025
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So könnten im Schaufenster der Stadtbibliothek Veranstaltungen beworben werden. In der Cafeteria zeigen digitale Menüboards Speisen, Sonderangebote und die Getränkeauswahl tagesaktuell an.
Digitaler Wandel der Kommune
Auf der letzten Meile auf der Reise zum umfassenden eGovernment kommen Digital-Signage-Installationen in kommunalen Einrichtungen eine besondere Bedeutung zu: damit erhöhen Kommunen die Aufmerksamkeit für ihre Angebote und sprechen Bürger und Besucher gezielter an. So tragen Kommunen dazu bei, dass Kunden zufrieden sind und gerne in ihrer Stadt arbeiten und leben.
* Der Autor, Ibrahim Mazari, ist Soziologe und Psychologe und PR-Chef des Kölner Unternehmen dimedis. Das 1996 in Köln gegründete Software-Unternehmen entwickelt webbasierte Softwarelösungen. Schwerpunkte sind Digital Signage, digitale Wegeleitung sowie Besucher- und Einlassmanagement von Messen und Events.