Smart City Index 2024 München erneut Spitzenreiter

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Welche Kommune hat in den vergangenen zwölf Monaten in puncto Digitalisierung besonders große Sprünge gemacht? Wieviel Prozent der OZG-Leistungen sind aktuell umgesetzt? Und welche Stadt konnte sich die Pole-Position sichern? Die Antwort auf diese Fragen liefert der neu vorgestellte Smart-City-Index des Bitkom.

Jahr für Jahr lässt sich aus dem Smart City Index des Bitkom der Digitalisierungsgrad deutscher (Groß) Städte ablesen. Spitzenreiter ist wie im letzten Jahr München.(©  Goodwave Studio - stock.adobe.com / KI-generiert)
Jahr für Jahr lässt sich aus dem Smart City Index des Bitkom der Digitalisierungsgrad deutscher (Groß) Städte ablesen. Spitzenreiter ist wie im letzten Jahr München.
(© Goodwave Studio - stock.adobe.com / KI-generiert)

Die Vorstellung des Smart-City-Index stellt einen festen Gradmesser in den Kalendern der Verwaltungsdigitalisierer dar. Darin wird neben dem Digitalisierungsgrad auch der Fortschritt der OZG-Umsetzung in den verschiedenen Kommunen betrachtet und grafisch ansprechend aufbereitet.
Vergangenes Jahr gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der bayerischen Landeshauptstadt München und Hamburg. Schlussendlich konnte München die „Digitalisierungskrone“ für sich beanspruchen. Ob ihnen die Titelverteidigung auch in diesem Jahr gelingt?

So sehen Sieger aus?

Kurz geantwortet: Ja. Neben dem erneuten Platz auf dem Siegertreppchen, konnte in diesem Jahr auch der Abstand zum Zweitplatzierten (Hamburg) ausgebaut werden.

Folgende Kommunen konnten sich Spitzenpositionen sichern:

  • München auf Platz eins mit insgesamt 88,3 von 100 möglichen Punkten. Insbesondere die digitale Infrastruktur sowie die Connected Urban Twins konnten der Hauptstadt des Freistaates Bayern diese Position sichern.
  • Auf Platz zwei mit 86.2 Indexpunkten logiert – wie bereits im Vorjahr – die freie und Hansestadt Hamburg.
  • Köln erreichte mit 83,2 Punkten den wohlverdienten dritten Platz. Beim Themenbereich digitale Verwaltung hingegen ist Köln Spitzenreiter in Deutschland mit insgesamt 92,4 erreichten Punkten.

Der Durchschnitt aller Städte bei der OZG Umsetzung beträgt lediglich 56 Prozent. In Köln hingegen sind über 80 Prozent der Leistungen umgesetzt worden.

Weiterhin hat die Bundeshauptstadt Berlin ein Novum geschafft. Sie hat volle 100 Punkte im Bereich Mobilität des Smart-City-Index 2024 erhalten. Dabei wurde erstmalig überhaupt die 100-Punkte-Marke vom Bitkom vergeben. Kontaktloses Bezahlen, freies WLAN und ein multimodales Verkehrsnetz sicherten diese Spitzenposition. Im Gesamtranking belegt Berlin allerdings insgesamt nur Platz 28. Mittelfeld.

Starken Zuwachs konnten in diesem Jahr Freiburg (von 14 auf 6), die Hansestadt Lübeck (von 19 auf 11) und die Audi-Stadt Ingolstadt (von 42 auf 23) verzeichnen. Ingolstadt konnte sich gar im Bereich Energie und Umwelt den ersten Platz im Ranking sichern. Möglich machen das insbesondere die hervorragend ausgebaute öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektromobilität (9,8 Ladesäulen pro 1000 Einwohner), der flächendeckende Einsatz emissionsarmer Busse im ÖPNV sowie der kommunale Fokus auf die Förderung und den Ausbau von Photovoltaik.

Besonders erwähnenswert

  • Bis auf Magdeburg haben alle 82 deutschen Großstädte an der Umfrage des Bitkom teilgenommen.
  • Düsseldorf erreicht den Spitzenlatz bei Gesellschaft, da unter anderem über 90 Prozent der Schulen über Gigabit-Internet verfügen.
  • Aufsteiger des Jahres ist Reutlingen mit einem Zuwachs von 27 Plätzen.
  • Dahinter folgen Potsdam mit einem Plus von 21, Würzburg mit 19 und Saarbrücken mit 17 Plätzen Verbesserung.
  • Insgesamt wurden 13.284 Datenpunkte vom Bitkom ausgewertet.

Wie bekommt man Städte und Kommunen noch smarter?

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sieht es als gutes Zeichen für Deutschland, dass es im Zeitreihenvergleich steil vorangeht. Wenngleich Deutschland im internationalen Vergleich noch nicht wettbewerbsfähig ist, könnte man dennoch die Arbeit der Verwaltungsdigitalisierer von Jahr zu Jahr beobachten.
In seinen Augen müssen einerseits eine Priorisierung von am Markt etablierten Lösungen geschehen und andererseits das Thema Smart City als Teil kommunaler Infrastruktur dauerhaft finanziert und nicht nur als zeitlich befristetes Projekt aufgefasst werden. Ein weitere Möglichkeit sieht Wintergerst in Rahmenverträgen für Smart-City-Lösungen begründet. Darin liege laut ihm die Zukunft für den Digital-Standort Deutschland.

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