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Die Telekom muss, genauso wie jeder Provider, der De-Mail künftig anbieten will, ein Zertifizierungsverfahren durchlaufen. Für die anschließende Akkreditierung ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zuständig.
Bei der Zertifizierung muss der Anbieter unter anderem nachweisen, dass er die hohen Sicherheits- und Datenschutzanforderungen, die das De-Mail-Gesetz fordert, erfüllt. Die Telekom rechnet mit einem Start im ersten Halbjahr 2012. Speziell zur Anbindung Öffentlicher Verwaltungen und größeren Unternehmen an die Telekom-De-Mail-Plattform kommen De-Mail-Gateways zum Einsatz.
Diese haben den Vorteil, dass die Mitarbeiter bei der Nutzung von De-Mail wie gewohnt mit ihrem bestehenden eMail-Programm arbeiten können. Auch ein Massenversand aus Fachverfahren lässt sich hiermit einfach realisieren.
Pilotprojekt in Friedrichshafen
Einen ersten Praxistest hat De-Mail schon erfolgreich bestanden. In der T-City Friedrichshafen fand ein sechsmonatiges Pilotprojekt mit 40 Unternehmen und Behörden statt. Einer der Teilnehmer war die Stadt Friedrichshafen. Sie kommunizierte beispielsweise mit der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben sowie mit Unternehmen per De-Mail. Bürger konnten Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden elektronisch anfordern. Fazit des Pilotprojekts: Mehr als 90 Prozent der Testpersonen sind von De-Mail überzeugt.
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