Künstliche Intelligenz Schriftliche Anfragen sinnvoll nutzen

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Mithilfe des KI-Tools „Parla“ können über 10.000 Dokumente des Berliner Abgeordnetenhauses durchsucht werden. Das CityLAB Berlin hat Parla entwickelt.

Das CityLAB in Berlin.(©  Florian Reimann)
Das CityLAB in Berlin.
(© Florian Reimann)

Das CityLAB Berlin hat das KI-Tool „Parla“ gelauncht. Das Tool soll es ermöglichen, mittels Large Language Model (LLM) über 10.000 Dokumente zu durchsuchen. Bei diesen Dokumenten handelt es sich um parlamentarische oder schriftliche Anfragen und Hauptausschussprotokolle, die als PDF auf der Seite des Abgeordnetenhauses Berlin abgelegt wurden. Parla wurde vom CityLAB Berlin entwickelt und kann von allen Interessierten auf der entsprechenden Website getestet werden.

CDO Martina Klement ist von Parla überzeugt und freut sich, dass sich das CityLAB als Berlins öffentliches Innovationslabor beweist: „Mittels KI werden offene Parlamentsdaten für alle nutzbar gemacht: Abgeordnete, Journalistinnen und Journalisten sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Darüber freue ich mich ganz besonders – denn: Schriftliche Anfragen sind ein wichtiges Instrument unserer Demokratie und sollten für die Öffentlichkeit möglichst nachvollziehbar sein.“

Schnelle Antwort möglich – inklusive Quelle

Schriftliche Anfragen der Abgeordneten müssen in Berlin innerhalb von drei Wochen beantwortet werden. Diesen ressourcen- und zeitintensiven Prozess soll das neue KI-Tool erleichtern, indem umfassend auf bereits veröffentlichte Antworten zugegriffen werden kann – für Frage- und Antwort-Seite eine große Unterstützung.

Präsidentin Cornelia Seibeld im Plenarsaal.(©  Thomas Ernst)
Präsidentin Cornelia Seibeld im Plenarsaal.
(© Thomas Ernst)

Und auch Bürger können hier Antworten auf ihre Fragen finden. Laut CityLAB wird die Datenbasis von Parla täglich aktualisiert. Wer auf der Website eine Frage eingibt oder eine der vorgeschlagenen Fragen auswählt, erhält KI-formulierte Kurzantworten, aber auch die Links zu den Quellen, die zur Generierung der Antwort genutzt wurden.

„Die Abgeordneten des Berliner Parlaments fragen den Senat unermüdlich nach relevanten Sachverhalten für die Bürger. Parla ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern jetzt, auf einfache Fragen fundierte Antworten auf der Grundlage parlamentarischer Unterlagen zu erhalten. Das ist echter Fortschritt!“, freut sich Cornelia Seibeld, die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses.

Nicolas Zimmer von der Technologiestiftung Berlin.(©  SWieland)
Nicolas Zimmer von der Technologiestiftung Berlin.
(© SWieland)

„Parla ist nicht nur ein Werkzeug zur Informationssuche, sondern auch ein Schritt hin zu einer transparenteren und bürgernäheren Politik. Deshalb ist es uns auch wichtig, die Quellen der KI-generierten Antworten zu dokumentieren“, betont Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin. Das CityLAB ist ein Projekt der Technologiestiftung.

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