Wiesbaden und Mönchengladbach kooperieren Nutzerzentrierte Digitalisierung im „Stadtlabor2Go“

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Unter dem Namen „Stadtlabor2Go“ starten Mönchengladbach und Wiesbaden ein bundesweit einzigartiges Kooperationsprojekt für nutzerzentrierte Digitalisierung. Die Initiative könnte zum Vorbild für andere Städte werden.

Freuen sich über die interkommunale Zusammenarbeit im Projekt Stadtlabor2Go (v.l.): Yilmaz Holtz-Ersahin (Leiter Stadtbibliothek Mönchengladbach) , Martina Nolte (Teamleiterin eGovernment, Stadt Mönchengladbach), Kira Tillmanns (Smart City Programmleiterin, Stadt Mönchengladbach), Dr. Niklas Kossow (Head of Division, Smart City & Government Innovation, CityLAB Berlin), Maral Koohestanian (Stadträtin und Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung, Landeshauptstadt Wiesbaden), Yannick Müller (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, CityLAB Berlin), Paula Manthey (Projektleiterin Citizen LAB, Stadt Mönchengladbach), Jan Klumb (Referent für Ordnung, Digitale Verwaltung und Bürgerinnen- und Bürgerservice, Landeshauptstadt Wiesbaden).(©  Stadt Mönchengladbach)
Freuen sich über die interkommunale Zusammenarbeit im Projekt Stadtlabor2Go (v.l.): Yilmaz Holtz-Ersahin (Leiter Stadtbibliothek Mönchengladbach) , Martina Nolte (Teamleiterin eGovernment, Stadt Mönchengladbach), Kira Tillmanns (Smart City Programmleiterin, Stadt Mönchengladbach), Dr. Niklas Kossow (Head of Division, Smart City & Government Innovation, CityLAB Berlin), Maral Koohestanian (Stadträtin und Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung, Landeshauptstadt Wiesbaden), Yannick Müller (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, CityLAB Berlin), Paula Manthey (Projektleiterin Citizen LAB, Stadt Mönchengladbach), Jan Klumb (Referent für Ordnung, Digitale Verwaltung und Bürgerinnen- und Bürgerservice, Landeshauptstadt Wiesbaden).
(© Stadt Mönchengladbach)

Die digitale Transformation der Verwaltung gemeinsam gestalten - das ist das Ziel einer neuen Kooperation zwischen Mönchengladbach und Wiesbaden. Im Rahmen von „Stadtlabor2Go“ wollen die beiden Städte im engen Austausch gemeinsam ihre Stadtlabore auf- und ausbauen. Kira Tillmann, Programmleitung Smart City in Mönchengladbach, ist vom Mehrwert der Zusammenarbeit überzeugt: „Digitale Innovationen dürfen nicht im Silo entstehen. Denn keine Kommune sollte bei null anfangen müssen, sondern vielmehr im Austausch mit anderen Kommunen lernen.“

Ziel in den Laboren ist es, die Digitalisierungsprozesse zu beschleunigen und sie eng an den Bedürfnissen der späteren Nutzerschaft auszurichten. Damit dies gewährleistet ist, werden Bürgerinnen und Bürger von Anfang an in den Entwicklungsprozess eingebunden. „Wir möchten dafür sorgen, dass Digitalisierung nicht nur technologisch funktioniert, sondern auch für die Menschen einen Unterschied macht,“ so Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

Während in Wiesbaden das Zukunftswerk im Luisenforum bereits im Januar 2024 gestartet ist, will Mönchengladbach sein „Citizen LAB“ in der Zentralbibliothek noch in diesem Jahr eröffnen. In beiden Einrichtungen sollen digitale Verwaltungslösungen gemeinsam mit den Bürgern entwickelt und getestet werden. Ein konkretes Beispiel ist die neue Mönchengladbach-App, deren Funktionen die Nutzer bereits in der Beta-Phase mitgestalten können.

In der Praxis befassen sich die Labore mit konkreten Fragestellungen. Im Falle des CityLAB lauten diese beispielsweise: Wie können offene Daten genutzt werden, um zum Beispiel bessere Radwege oder transparente Verwaltungsservices zu entwickeln? Welche städtischen Herausforderungen lassen sich mit einem digitalen Zwilling simulieren, bevor städtische Projekte geplant und realisiert werden? Und wo könnten Sensoren helfen, Verkehr smarter zu steuern oder die Luftqualität in Echtzeit sichtbar zu machen?

Unterstützung erhält das Projekt von der Technologiestiftung Berlin, die seit 2019 das CityLAB Berlin betreibt. Allerdings gehe es nicht vorrangig darum, das Hauptstadtlabor zu adaptieren. Ziel sei es vielmehr, gemeinsam Beteiligungsformate zu schaffen, die sich künftig auch von anderen Städten adaptieren lassen, und aufzuzeigen, wie eine auf den Menschen ausgerichtete Digitalisierung in Kommunen konkret umgesetzt werden könne. Der nutzerzentrierte Ansatz soll dabei nicht nur die Akzeptanz der digitalen Angebote erhöhen, sondern auch deren Nachhaltigkeit und praktische Relevanz sicherstellen.

Die Initiative, die aus dem NeXT – Netzwerk für interkommunale Zusammenarbeit – hervorging, stößt bundesweit auf Interesse. Gefördert wird die Initiative der Stadt Mönchengladbach über das Smart-City-Förderprogramm des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

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