NRW.Genius NRW erprobt eigenen KI-Assistenten für die öffentliche Verwaltung

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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In der Landesverwaltung von Nordrhein-Westfalen hat die Testphase des KI-Assistenten „NRW.Genius“ begonnen. Die Ergebnisse der Erprobung sollen für die weitere Produktentwicklung genutzt werden.

NRW.Genius soll beim Zusammenfassen und Generieren von Texten sowie bei der Recherche unterstützen, Chats und Fragen an PDFs ermöglichen. (© suldev - stock.adobe.com / KI-generiert)
NRW.Genius soll beim Zusammenfassen und Generieren von Texten sowie bei der Recherche unterstützen, Chats und Fragen an PDFs ermöglichen.
(© suldev - stock.adobe.com / KI-generiert)

Seit Montag hat die Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen einen neuen „Praktikanten“: Der KI-Assistent „NRW.Genius“ ist zum ersten Mal im Testeinsatz und soll in den nächsten vier Wochen die Mitarbeitenden vor allem bei zeitaufwendigen Arbeiten entlasten. Die Software wird vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) zusammen mit dem IT-Dienstleister Capgemini entwickelt und nutzt generative KI-Technologien wie GPT-4o. Im ersten Schritt sind fünf zentrale Funktionen zu testen:

  • Zusammenfassen von Dokumenten und Texten,
  • Textgenerierung: Überführen von Stichpunkte oder Dokumenteninhalten als Fließtext in eine Formatvorlage,
  • Recherche-Assistenz,
  • Interaktion mit großen Sprachmodellen (LLM) und
  • Fragen an PDF-Dokumente stellen.

Die Ergebnisse der vierwöchigen Testphase sollen dann in die weitere Entwicklung einfließen, zudem sollen Erkenntnisse zur Skalierung gewonnen werden. „Die Entwicklung erfolgt im engen Austausch mit den Beschäftigten, um Potentiale und Herausforderungen für die Entwicklung eines eigenen KI-Verwaltungsassistenten zu identifizieren“, erklärte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Für Rückfragen sollen den Testnutzenden kontinuierlich Ansprechpartner zur Verfügung stehen, zudem sind Feedbackrunden und Workshops vorgesehen. Um den Datenschutz zu gewährleisten, würden in der Testphase ausschließlich öffentlich zugängliche Daten verarbeitet.

Dr. Oliver Heidinger, Präsident des Landesbetriebs Information und Technik NRW, verweist auf die Ziele des Projekts; die Initiative zeige, „wie wir die Potenziale der Künstlichen Intelligenz nutzen, um die öffentliche Verwaltung effizienter und bürgerfreundlicher zu gestalten.“ Auch Ina Scharrenbach unterstreicht: „Von einem effizienteren Arbeiten in der Verwaltung mithilfe von KI profitieren zuerst die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land, wie etwa durch schnelle Bearbeitungszeiten von Antragsverfahren.“

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