Weniger Bürokratie durch eGovernment

Normenkontrollrat und IT-Planungsrat vereinbaren Zusammenarbeit

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Die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, fügte hinzu: „Wenn wir die Potenziale des E-Government-Gesetzes konsequent nutzen, sparen wir Geld und Bürokratie. Für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Wirtschaft entfällt der Gang zum Amt und ihre Vorgänge werden schneller bearbeitet.“

Dass es in der Praxis bereits eine Vielzahl guter eGovernment Projekte gibt, zeigte der Berliner IT-Staatssekretär Andreas Statzkowski. Er stellte die eGovernment-Landkarte vor, die das Land Berlin für den IT-Planungsrat betreibt.

Diese Landkarte zeigt eGovernment-Projekte Made in Germany: vom zentralen Dienstleistungsportal für Verwaltungsleistungen in Mecklenburg-Vorpommern im Norden bis zum Bildungsportal „Digitales Lernen Bayern“ im Süden.

„Die Landkarte vernetzt vorhandenes Wissen und Lösungen von Bund, Ländern und Kommunen“, so Statzkowski. „Auch für bestehende Rechtsbereiche müssen wir im Blick behalten, wo elektronische Lösungen für Bürger und Unternehmen Wege und Wartezeiten sparen können.“

Die eGovernment-Landkarte wurde im Rahmen der Nationalen eGovernment-Strategie (NEGS) als Steuerungsprojekt initiiert und in enger Abstimmung mit den Ländern und Kommunen entwickelt. Die Geschäftsstelle des IT-Planungsrates im Bundesministerium des Innern (BMI) und das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport zusammen mit dem IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin), übernahmen die Federführung in diesem Gemeinschaftsprojekt.

Aus Sicht der Geschäftsstelle des IT-Planungsrates bedient die Landkarte den oftmals geäußerten Bedarf an einer gemeinsamen Plattform für Information, Vernetzung und Austausch im nationalen Maßstab. Die Tatsache, dass Bund, Länder und Kommunen die Umsetzung der Nationalen eGovernment-Strategie auch durch Einträge und Nutzung der Landkarte gemeinsam befördern, ist aus dieser Perspektive von besonderer Bedeutung.

„Die Plattform zeichnet ein transparentes Portrait des E-Government in Deutschland“, sagt Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin. „Die bereits über 170 eingetragenen Projekte spornen zum Austausch von erfolgreichen Methoden und Vorgehensweisen an. Wir freuen uns, dass wir die technische Umsetzung dieses wichtigen Projekts mitgestalten konnten.“

„Die benutzerfreundlich gestaltete und intuitiv bedienbare Webanwendung ist ein sehr nützliches Instrument, um eGovernment in Deutschland auf eine nachhaltige Basis zu stellen“, sagt Dirk Stocksmeier, Vorstandsvorsitzender der ]init[ AG. „IT-Entscheider und Projektleiter können sehr einfach regionale und fachliche Bezüge zu anderen Modernisierungsprojekten herstellen und die Fachöffentlichkeit effizient auf eigene Vorhaben aufmerksam machen.“

Die „eGovernment-Landkarte“ ist bereits die zweite von ]init[ entwickelte Monitor-Anwendung. Auf der CeBIT 2013 schaltete das Land Mecklenburg-Vorpommern den von ]init[ konzipierten und gestalteten eGovernment-Fortschrittsmonitor frei. Die Anwendung dokumentiert die Umsetzung der 2011 beschlossenen eGovernment-Strategie des Landes mit aktuell 51 Einzelmaßnahmen.

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