Zukunftskongress 2023 Modul F: Von Hamburg in die Öffentliche Verwaltung

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Das Erstellen und Implementieren von Fachverfahren in der Öffentlichen Verwaltung gilt als ressourcen- und zeitintensiv. Die Hamburger Verwaltung hat in Kooperation mit Dataport ein Baukastensystem entwickelt, das bald über den EfA-Marktplatz bereitgestellt wird.

Mit Modul F steht der Öffentlichen Verwaltung ab Anfang Juli 2023 ein Baukastensystem zur Erstellung und Wartung von Fachanwendungen zur Verfügung.(©  kenary820 - stock.adobe.com)
Mit Modul F steht der Öffentlichen Verwaltung ab Anfang Juli 2023 ein Baukastensystem zur Erstellung und Wartung von Fachanwendungen zur Verfügung.
(© kenary820 - stock.adobe.com)

Um Fachverfahren für die Öffentliche Verwaltung zu entwickeln und schlussendlich auch erfolgreich zu implementieren, bedarf es dreierlei Dinge: Manpower, Know-how und finanziellen Spielraum. Während die ersten beiden Punkte – Stand jetzt – in vielen Kommunen und Behörden vorhanden sind, sind die dauerklammen Kassen der Öffentlichen Verwaltung oftmals ein Hindernis auf dem Weg zur allumfassenden Verwaltungsdigitalisierung.

Die klammen Kassen waren ein vieldiskutiertes Thema auf dem Zukunftskongress, der vom 19. bis 21. Juni in Berlin stattfand. Ab Anfang Juli können die Entscheiderinnen und Entscheider der Öffentlichen Verwaltung auf etwas finanzielle Entlastung hoffen. Die Hamburger Stadtverwaltung hat in Kooperation mit dem IT-Dienstleister Dataport ein Baukastensystem zur Erstellung, Anpassung und Wartung von Fachverfahren entwickelt und auf den Namen „Modul F“ getauft.

So kann man Modul F nutzen

Modul F ist in seiner jetzigen Form auch von Personen nutzbar, die keinen IT-Background haben. „Uns war von Anfang an klar, dass wir Modul F mit der Prämisse entwickeln wollen, dass es von allen – niederschwellig und inklusiv – verwendet werden kann“, sagt Zehra Öztürk, Projektleiterin von Modul F in der Hamburger Stadtverwaltung. Man sei deshalb sehr stolz, dass Modul F ab dem 6. Juli 2023 über den Marktplatz für EfA Leistungen bezogen werden kann, so Öztürk weiter. Der Preis für das Programm sei zwar höher als wenn man eine einzelne Fachanwendung entwickeln lässt – ab der zweiten oder spätestens ab der dritten Fachanwendung hätte sich Modul F aber bestimmt amortisiert, sagte Zehra Öztürk im Rahmen des Zukunftskongresses.

Die Hamburger Stadtverwaltung möchte zwar einerseits durch die deutschlandweite Vermarktung von Modul F die Investitionskosten tilgen; im Vordergrund stehe jedoch die Möglichkeit für alle Kommunen und Behörden in Deutschland, ihre spezifischen Fachverfahren schnell, rechtssicher und flexibel umsetzen zu können. Ob dieses Modell Schule macht, ist mit Spannung zu erwarten – sicher ist jedoch, dass die Öffentliche Verwaltung mit Modul F ein mächtiges Werkzeug in die Hand gelegt bekommt.

Zukunftskongress 2023
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