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„Fahndung“ per Steckbrief
Und das geht so: Der behandelnde Arzt gibt eine vermutete Diagnose oder einen bestimmten Fachbegriff in das System ein. Sofort werden ihm alle entsprechenden Fachärzte innerhalb der gesamten Klinikkette angezeigt. Hinterlegt ist jeweils eine Art „Steckbrief“, ein persönliches Kompetenzprofil, das Aufschluss darüber gibt, in welchen Bereichen der Kollege oder die Kollegin über spezielles Wissen verfügt.
Der Arzt erkennt zudem auf einen Blick, in welchem Haus diese tätig sind und wer sich gerade im Dienst befindet. Mit einem Klick auf das benötigte Arzt-Profil ist eine unmittelbare Kontaktaufnahme möglich. Die ausgewählten Ärzte können dann in einer Live-Konferenz per Webcam direkt zusammen geschaltet werden und gemeinsam die medizinischen Daten bewerten. Der zurate gezogene Arzt kann online die Daten durchsprechen und seine Second Opinion abgeben. Besonderer Wert bei der Systemauswahl wurde auf die leichte Anwendbarkeit gelegt.
Was das Portal von Asklepios besonders macht, ist die Indexierung von Diagnosen und Fällen: Ist ein behandelnder Arzt in seiner Diagnose wegen einer möglichen Mehrfacherkrankung oder Undeutlichkeit der Untersuchungsergebnisse unklar, sucht er im sogenannten „Knowledge Guide“ per Suchfunktion oder Schlüsselbegriff. Als Ergebnis werden die klinikinternen Experten zu diesem Thema ebenso angezeigt wie die relevanten Publikationen oder Zeitschriften. Mit einem Klick auf das gewünschte Experten-Profil kann aus dem jeweiligen Fall heraus per SMS, Telefonanruf oder auch Instant Messaging eine Zweitmeinung erbeten, und in Echtzeit per Videokonferenz und gemeinsamer Sicht auf die Befunddaten besprochen werden.
So wird die konzernweite Expertise genau dort zur Verfügung gestellt, wo sie gebraucht wird: Direkt beim Patienten.
Die neue IT-Plattform führt aber nicht nur internes Wissen zusammen. Bereits jetzt steht dem gesamten Klinikpersonal auf allen Arbeitsplätzen eine der weltweit größten medizinischen Online-Bibliotheken zur Verfügung. Nationale und internationale Publikationen werden tagesaktuell bereitgestellt – medizinisches Wissen, das in die Diagnostik und Behandlung eingeht.
„Die gezielte Vernetzung von internen Kompetenzen und externem Fachwissen hilft unseren Ärzten, die Informationsflut zu strukturieren und sich punktgenau das benötigte Wissen verfügbar zu machen. Das unterstützt unser Ziel, unseren Patienten die höchste Behandlungsqualität zu bieten“, sagt Dr. Tobias Kaltenbach, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Asklepios Kliniken. „Mit dieser innovativen Form des medizinischen Wissensmanagements geht Asklepios neue Wege. Wir wollen dadurch auch unsere marktführende Rolle als größter privater Klinikbetreiber Europas unterstreichen.“
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