Geschäftsmodelle für die Wirtschaft 2.0

Kommunale Wirtschaftsförderung mit eGovernment und Open Data

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Viele Städte und Gemeinden sind seit Jahrzehnten europäisch vernetzt. Es gibt Tausende von Städtepartnerschaften. Allein zwischen Deutschland und Frankreich sind es mehr als 2.200.

Im September würdigt Bundespräsident Joachim Gauck die mittlerweile 50 Jahre alten deutsch-französischen Partnerschaften. Aus diesen vielen Städtepartnerschaften könnten sich Initiativen einer neuen Wirtschaftsförderung entwickeln.

Städte könnten spezielle Sprachkurse mit ihren Volkshochschulen anbieten. Es wäre möglich, mittels Online-Sprachkursen bereits im Heimatland Menschen auf einen Aufenthalt in einer deutschen Stadt oder Gemeinde vorzubereiten. Unternehmen können auf der lokalen oder regionalen Ebene Praktikumsplätze anbieten. Für die Wirtschaftsförderung via Facebook oder anderer Netzwerken könnten Profile speziell für junge Leute in Italien, Spanien oder Portugal aufgesetzt werden.

Bei all dem geht es nicht um Brain-Drain, das heißt, südeuropäische Arbeitskräfte auf Dauer wegzulocken. Es geht darum, einen paneuropäischen Arbeitsmarkt aufzubauen, der eine stärkere Durchdringung nationaler Arbeitsmärkte möglich macht.

Neue Arbeitsformen und Arbeitsorte entstehen mit hoher Dynamik, hier muss stärker der europäische Raum in den Fokus genommen werden. Diesen flexiblen Arbeitsmarkt sollte man auch mit neuen Konzepten der Wirtschaftsförderung Rechnung tragen.

Es bietet sich an, die Start-up-Szene besonders anzusprechen, Infrastrukturen wie Breitband im auskömmlichen Umfang bereitzustellen oder Communties im Netz zu unterstützen. Zusätzlich sollten reale oder virtuelle Treffen organisiert werden. Städte oder Gemeinden können Patenschaften für junge Unternehmen fördern.

Aber auch die Verwaltungen selbst müssen sich verändern. Die Sprachkompetenzen in den Ämtern, die sich auf Gründer und Unternehmer spezialisieren, müssen verbessert werden. Englisch muss Grundvoraussetzung bei den Mitarbeitern sein. In weiteren Sprachen wie Französisch, Russisch und Spanisch sollte mindestens ein Mitarbeiter Grundkenntnisse besitzen.

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