Interview

Knackpunkte auf dem Weg zum eGovernment

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Und welche Anwendungen aus dem eGovernment-Gesetz sollten nach Ihrer Meinung priorisiert angegangen werden?

Neveling: Ein wesentlicher Punkt des eGovernment-Gesetzes befasst sich mit der Einführung der elektronischen Akte. Zahlreiche Gespräche auf der CeBIT haben uns bestätigt, dass einer der größten Knackpunkte immer noch die medienbruchfreie Kommunikation zwischen den Behörden ist.

Ein digitaler Austausch zwischen Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen wäre wünschenswert. Wie so etwas funktionieren kann, haben wir bereits in unserem CeBIT-Showcase gezeigt. Am Beispiel der Beantragung einer ­Gewerbeerlaubnis konnten wir ­zeigen, wie der Prozess von der Antragstellung bis zur Bescheid-Zustellung komplett medienbruchfrei und über alle Verwaltungsebenen gestaltet werden kann.

Die Realität sieht allerdings anders aus. Immer noch findet reger Papieraustausch statt – nicht zuletzt deshalb, weil unterschiedliche Gesetzgebungsfristen eine Harmonisierung erst nach 2020 erhoffen lassen. Dabei kann die eAkte für die transparente Dokumentation von Vorgängen und den schnelleren Austausch gute Dienste leisten.

Herr Neveling, Sie betreuen nun seit über einem Jahr den Public Sector als Vertriebsleiter. Ziehen Sie für uns ein kurzes Resümee?

Neveling: Das vergangene Jahr war für mich eine spannende und sehr erfolgreiche Zeit – das zeigen auch die aktuellen Umsatzzahlen. Der Government-Umsatz als größter Träger des Gesamtumsatzes zeigt uns, dass wir mit unseren Themenangeboten für die Öffentliche Verwaltung auf dem richtigen Weg sind. Bis zum Stichtag im Jahr 2020 ist in den Behörden noch einiges zu tun. Ich wünsche mir, dass wir auch nach 2020 die Behörden aktiv bei der digitalen Transformation unterstützen können.

Die Fragen stellte Susanne Ehneß

Wechsel an der Spitze & gute Zahlen
Entwicklung

Seit Anfang Februar ist Helmut Binder der neue Chief Executive Officer (CEO) der Materna GmbH. Er führt gemeinsam mit dem bisherigen Chief Financial Officer (CFO) Ralph Hartwig das mittelständische IT-Unternehmen aus Dortmund. Die beiden bisherigen Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens – Dr. Winfried Materna und Helmut an de Meulen – haben sich aus der operativen Führung zurückgezogen und sind seit dem 1. April 2015 beratend im Beirat tätig.

Auf der CeBIT stellte der IT-Dienstleister seine guten Wirtschaftszahlen für das Geschäftsjahr 2014 vor: Das Familienunternehmen erzielte mit rund 1.500 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatzsprung von 21 Prozent auf vorläufig 192 Millionen Euro. Im Jahr 2013 waren es 158 Millionen Euro.

Ausschlaggebend für diese Steigerung war insbesondere auch das Geschäft mit Produkten und Leistungen für die Öffentliche Verwaltung. Mit 25 Prozent des Gesamtumsatzes trägt dieses Geschäftsfeld maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Materna erstmals die 200-Millionen-Marke beim Umsatz an. Erreichen will Materna das Wachstum mit seiner neuen Organisationsstruktur, die das Lösungsportfolio in sechs Geschäftsfelder ausrichtet und so deutlich stärker in Kundensegmenten agiert.

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