IT- und OT-Security

IT-Infrastrukturen in öffentlichen Einrichtungen: Worauf kommt es an?

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Gebrauchte IT-Geräte professionell wiederaufbereiten lassen

Zunehmend wichtig wird für öffentliche Auftraggeber das Thema Nachhaltigkeit – und das auch bei der IT-Infrastruktur. Doch inwiefern kann die Nachhaltigkeit in diesem Kontext genau sichergestellt werden? Christian Lehmann sieht hier insbesondere zwei Möglichkeiten: Zum einen können Verwaltungen oder auch Stadtwerke bei der Hersteller- und Produktauswahl darauf achten, dass die verwendeten Technologien möglichst nachhaltig sind und über einen langen Produktlebenszyklus verfügen.

„Grundsätzlich gilt außerdem: Je länger Verwaltungen, aber auch Unternehmen oder Privatpersonen ihre IT-Hardware nutzen, desto mehr CO2 lässt sich einsparen. Der Hauptteil der CO2-Emissionen entsteht nämlich bei der Neuherstellung von IT-Ware“, erklärt Christian Lehmann. Abhilfe könne hier das sogenannte Refurbishment schaffen, also die standardisierte und zertifizierte Wiederaufbereitung von IT-Hardware. Angesichts dessen sollten Verwaltungen und KRITIS ihre gebrauchten IT-Geräte im Idealfall professionell refurbishen lassen. So wird der Produktlebenszyklus der Hardware verlängert und die Umwelt geschont.

Mit AIOps potenzielle Fehler frühzeitig im Netzwerk erkennen

Ein weiteres Thema, das für öffentliche Einrichtungen im Kontext der IT-Infrastrukturen zunehmend relevanter wird, ist Christian Lehmann zufolge die Frage, wie KI-Tools hierbei sinnvoll integriert werden können. Einige Stadtwerke testen KI-Tools generell bereits aus oder wenden sie gar dauerhaft in verschiedenen Bereichen an. Ähnlich sieht es auch im Umfeld von öffentlichen Verwaltungen aus. Eine Studie von IW Consult im Auftrag des Google-Konzerns geht sogar davon aus, dass die Anzahl der Arbeitsplätze, die von der Nutzung generativer KI profitieren könnten, im Fall der öffentlichen Verwaltung bei 82 Prozent liegt. Und tatsächlich stellten bereits 49 Prozent der befragten Verwaltungsangestellten eine Erhöhung der Produktivität der Beschäftigung durch KI fest.

Auch bei IT-Infrastrukturen können KI-basierte Tools laut Christian Lehmann durchaus nützlich sein, um die Effizienz zu steigern. Hilfreich seien etwa KI-Tools, mit deren Hilfe sich Netzwerkstörungen zumindest deutlich schneller beheben lassen – sogenannte AIOps, also ein mittels KI unterstützter IT-Betrieb. „Solche AIOps bieten viele verschiedene Möglichkeiten“, sagt Christian Lehmann: „Bei Stadtwerken ist es beispielsweise hilfreich, wenn dank AIOps frühzeitig potenzielle Fehler im Netzwerk erkannt werden.“ Ideal wäre es dann natürlich, wenn ein KI-Tool auch in der Lage wäre, den Fehler selbst direkt zu beheben. Das ist für Christian Lehmann aber noch Zukunftsmusik.

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