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„Meist offenbart tatsächlich erst die XÖV-Testsuite beim Erzeugen und Prüfen von praxisnahen XML-Referenznachrichten, ob der Standard bereit für den Behördenalltag ist und wo nochmals nachjustiert werden muss“, so Marc Zumkley. Vom Einsatz einer XÖV-Testsuite profitieren dabei beide Seiten:
Zum einen die Herausgeber und Förderer der Standards, die sich für die Weiterentwicklung medienbruchfreier Prozesse stark machen und sicherstellen müssen, dass die Schnittstelle bedenkenlos und nutzenvoll in die IT-Umgebung aller beteiligten Behörden eingebunden wird.
Zudem wird mit der umfangreichen Teststellung die Akzeptanz des neuen Standards in der Behörde gesichert, da die Kompatibilität des Standards mit der vor Ort laufenden Fachanwendung getestet wird.
Zum anderen gewinnt die örtliche behördliche Steuerungsorganisation eine wertvolle Unterstützung für die Abnahme der von ihr beschafften Fachverfahren und kann bedarfsorientiert auf einer bewährten Grundlage effizient und einfach weitere individuelle Testszenarien ergänzen.
XÖV-Viewer
Für den Behördenmitarbeiter, der im Rahmen von Fachverfahrensabnahmen oder in Sonderfällen außerhalb eines bestehenden Fachverfahrens XÖV-konforme Meldungen lesen und interpretieren möchte, bleiben die XML-kodierten Nachrichten meist unleserlich.
Weil die Akzeptanz und Verbreitung des neuen Austauschstandards in der Behörde ein wichtiges Erfolgskriterium jedes XÖV-Vorhabens ist, kann als behördenspezifische Lösung direkt am Arbeitsplatz ein XÖV-Viewer eingesetzt werden, wie er 2009 von ]init[ für den elektronischen Schriftgutaustausch mit XDOMEA im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Europa entwickelt wurde.
Der Viewer übersetzt die kryptische XML-Meldung in ein benutzerfreundlich strukturiertes Dokument, das am Bildschirm ausgegeben wird. Als nützlichen Nebeneffekt prüft der Viewer zeitgleich die XÖV-Konformität der Meldung.
„Auch im Rahmen der Zertifizierung eines XÖV-Standards lohnt sich der Einsatz des XÖV-Viewers, da er die ordnungsgemäße fachliche Funktionalität der Datenschnittstelle sicherstellt“, erläutert Marc Zumkley einen weiteren Mehrwert des Viewers, der auch bei der Entwicklung des nationalen Waffenregisters fest eingeplant ist.
Mehr Handlungsspielräume
Nicht nur für die Herausgeber von XÖV-Standards stellt die von der Bundesregierung angestoßene Initiative zur Standardisierung des Datenaustauschs wesentliche Bausteine zur effizienten Umsetzung und Einführung medienbruchfreier Prozesse in der „Netzwerkverwaltung“ zur Verfügung.
Laut Marc Zumkley erweitern standardisierte und interoperable Schnittstellen auch die Handlungsspielräume von behördlichen Steuerungsorganisationen erheblich.
Dies zeige sich beim Auf-, Aus- und Umbau von SAGA-konformen eGovernment-Anwendungen, in serviceorientierte Architekturen integrierte Fachanwendungen sowie bei Webanwendungen mit Cloud Computing- und Social Media-Komponenten.
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