eGovernment Benchmark Report 2024 Interoperabilität öffnet Türen

Von Natalie Ziebolz 2 min Lesedauer

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Die europäischen Staaten haben in den letzten vier Jahren deutliche Fortschritte bei digitalen Behördendiensten erzielt. Trotz dieser Erfolge gibt es weiterhin Optimierungsbedarf, insbesondere bei grenzüberschreitenden Diensten.

Interoperabilität ist der Schlüssel zur Verbesserung von grenzüberschreitenden Online-Dienstleistungen. (©  MAY - stock.adobe.com / KI-generiert)
Interoperabilität ist der Schlüssel zur Verbesserung von grenzüberschreitenden Online-Dienstleistungen.
(© MAY - stock.adobe.com / KI-generiert)

Laut dem jüngsten eGovernment Benchmark Report der Europäischen Kommission haben die europäischen Staaten bei der Bereitstellung digitaler Behördendienste in den vergangenen vier Jahren Fortschritte gemacht. Laut der aktuellen Auswertung erzielten die EU27, also die Länder der Europäischen Freihandelsassoziation sowie die sieben EU-Beitrittskandidaten, insgesamt 76 von 100 Punkten – wobei Deutschland sich leicht auf 66 Punkte verbessert hat. Die Nutzerfreundlichkeit ist mit 93 Punkten am höchsten bewertet. Dennoch gibt es weiterhin Raum für Optimierungen, insbesondere bei grenzüberschreitenden Diensten und bei Dienstleistungen, die von regionalen Behörden erbracht werden.

Über Grenzen hinweg

Zwar lässt sich insgesamt eine Steigerung bei der Bereitstellung grenzüberschreitender Online-Dienste verzeichnen – sie verbesserten sich von 59 auf 66 Punkte –, jedoch können lediglich 56 Prozent der Nutzer bei Anfragen über nationale Grenzen hinweg digital auf die Dienste zugreifen. Gleichzeitig bieten weiterhin nur 33 Prozent der europäischen Staaten grenzüberschreitenden Nutzern die Möglichkeit, sich mit ihrer nationalen eID zu authentifizieren. „Der Interoperable Europe Act wird diese Entwicklung weiter vorantreiben und insbesondere die Umsetzung des europäischen Once-Only-Prinzips fördern. Wenn das Potenzial dieses Prinzips ausgeschöpft wird, könnte es sogar zu einer stärkeren Wiederverwendung von Verwaltungslösungen in der gesamten EU kommen, anstatt das Rad jedes Mal neu zu erfinden. Dies ist besonders in Zeiten knapper Budgets und begrenzter Ressourcen von Vorteil“, kommentiert Marc Reinhardt, Global Industry Leader Public Sector bei Capgemini, die diesjährigen Ergebnisse.

Weitere Ergebnisse

Darüber hinaus zeigt der Report eine Zunahme beim Einsatz des KI-gestützten Live-Supports sowie einen Fokus auf sichere, nutzerzentrierte Dienste. Erfreulich dabei: Deutschland liegt in der Nutzerfreundlichkeit in zwei von drei Kategorien über dem EU-Durchschnitt, muss aber bei den vorausgefüllten Formularen nachholen. Eine bedeutende Rolle nehmen dabei laut Reinhardt die Entwicklung der Once-Only-Technical-System-Plattform sowie die Registermodernisierung ein.

Arbeit gibt es auch noch in puncto Cybersicherheit: Weniger als ein Prozent der digitalen Behördenwebsites erfüllen aktuell alle Sicherheitskriterien.

Den gesamten Report können Sie hier einsehen:

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