Die fortgesetzte Digitalisierung erfordert effizientere und nachhaltigere Technologie, As-a-Service als wirtschaftliche Option, mehr Automatisierung und maximale Datensicherheit. Auf Speicherseite erfüllt eine moderne All-Flash-Infrastruktur sämtliche Voraussetzungen.
Die Digitalisierung schreitet voran: Mit dem Datenwachsum sieht der Public Sector allerdings auch Herausforderungen, die eine passende Speichertechnologie fordern.
Die Digitalisierung des öffentlichen Sektors geht in Deutschland voran, wenn auch nicht so schnell wie erhofft, wie unter anderem die Studie eGovernment Monitor 2023 aufzeigt. Im großen EU-Vergleich wird der Nachholbedarf deutlich, auch gegenüber den Nachbarländern Österreich und der Schweiz. So zeigt etwa die „digitale Nutzungslücke“ inwieweit die Bevölkerung das digitale Angebot im Vergleich zum analogen Angebot noch nicht wahrnimmt. In Deutschland liegt dieser Wert bei 35 Prozent, in der Schweiz bei 31 Prozent und in Österreich bei 27 Prozent. Ziel der Digitalisierung muss es sein, diese Lücke zu schließen.
Um die Attraktivität digitaler Bürgerdienste zu steigern, müssen diese vor allem reibungslos funktionieren. Zugleich gilt es, das enorme Datenwachstum zu bewältigen, das mit der fortlaufenden Digitalisierung einhergeht. Der Blick richtet sich hier auf die IT-Infrastruktur und vor allem auf die vielerorts veraltete Speichertechnologie, die der digitalen Transformation nicht gewachsen ist. Hier gibt es einige Herausforderungen zu berücksichtigen, um die Digitalisierung im öffentlichen Sektor voranzubringen.
Effizientere und nachhaltigere Technologie
Für Behörden ist es unerlässlich geworden, die Nachhaltigkeit aller genutzten Dienste und Technologien zu prüfen. Mit dem Bundesklimaschutzgesetz hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, bis 2045 die Klimaneutralität in Deutschland zu erreichen. Verwaltungen, Ministerien und Behörden sollen ihre Ziele dafür bis 2030 festlegen und erfüllen. Eine effiziente und nachhaltige Infrastruktur für die Datenspeicherung hat einen signifikanten Einfluss auf die Reduzierung der CO2-Emissionen von Rechenzentren. Behörden sollten hier nach Anbietern suchen, die eine Senkung des Energieverbrauchs nachweisen können. Zeitgemäße Storage-Lösungen sind so konzipiert, dass sie deutlich weniger Strom und Kühlungsaufwand benötigen und zudem weniger Elektroschrott verursachen.
Eine weitere Überlegung sollte ein Abonnementangebot für Technologie sein. Das bedeutet, dass Regierungsbehörden nur Ressourcen nutzen, die sie benötigen, anstatt Speicher zu kaufen, den sie vielleicht erst in zwei bis drei Jahren brauchen, der aber bereits Strom für Betrieb und Kühlung benötigt. Die Erneuerung der Speicherumgebung erfolgt dabei unterbrechungsfrei, ohne Datenmigration. Empfehlenswerte As-a-Service-Angebote sind durch Service Level Agreements abgesichert, die solider sind als ein kosmetisch angepasster Mietvertrag, der nicht den echten As-a-Service-Mehrwert bietet.
Fachkräftemangel erfordert mehr Automatisierung
Der Mangel an IT-Fachkräften macht sich nicht nur in Unternehmen, sondern auch im öffentlichen Sektor bemerkbar. Knapp besetzte IT-Abteilungen müssen mit weniger Ressourcen immer mehr leisten. Sind veraltete Systeme im Einsatz, verbringen IT-Teams oft einen Großteil ihrer Arbeitszeit damit, den Betrieb am Laufen zu halten, anstatt die Digitalisierung voranzutreiben.
Die Verwaltung der riesigen Datenmengen wird immer aufwändiger. Die Bereitstellung von Speicherressourcen war bislang ein aufwändiger manueller Prozess, der mit hohen Vorlaufkosten und Risiken verbunden ist. Eine Überbereitstellung führt dazu, dass die Kosten höher sind gegenüber dem tatsächlichen Ressourcenverbrauch, während eine Unterbereitstellung zu Speicherplatzmangel führen kann. In dem Maße, wie die Behörden mehr Daten generieren, werden diese Herausforderungen noch akuter werden. Flexibilität, Agilität und schneller Zugriff sind daher ebenso wichtig wie Leistung und Zuverlässigkeit. Die Automatisierung ist entscheidend, um das Volumen, den Umfang und die Komplexität des Speichermanagements effizient zu bewältigen.
Daten sind die Grundlage für die Arbeit von Behörden und die Bereitstellung von Bürgerdiensten. Behörden müssen beim Umgang mit Daten den Datenschutz, die Datensicherheit und die Wiederherstellungsfähigkeit berücksichtigen. Der öffentliche Sektor arbeitet bereits mit riesigen Mengen an Bürgerdaten und will in Zukunft noch mehr digitale Dienste anbieten, was bedeutet, dass es noch mehr sensible Daten zu schützen gilt. Die allgemeine Datensicherheit umfasst den Schutz aller Arten von Daten vor Cyberangriffen, Löschung, Manipulation und Naturkatastrophen. Entscheidend ist eine möglichst robuste Architektur, um mittels Backups etwa nach einem Ransomware-Angriff schnell wieder den Betrieb aufnehmen zu können. Dabei ist es wichtig, unveränderbare Snapshots zu erstellen, die nicht beschädigt, gelöscht, manipuliert oder verschlüsselt werden können. Im Ernstfall lassen sich Snapshots schnell und in großem Umfang wiederherstellen.
Stand: 08.12.2025
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Der Zugang zu den Daten ist sehr wichtig, um die Dienstleistungen für die Bürger zu verbessern, daher gilt es auch den Ort, an dem die Daten gespeichert werden, zu berücksichtigen. Die großen Cloud-Anbieter sind nicht in der Lage, Kunden des öffentlichen Sektors die Datenhoheit zu garantieren. Eine Private Cloud vor Ort kann hingegen die Anforderungen des öffentlichen Sektors an Datenschutz und Datensicherheit erfüllen.
All-Flash-Speicher ist die zeitgemäße Lösung
Festplatten sind schon lange keine brauchbare Lösung mehr für große Kapazitäten, hohe Leistung und latenzempfindliche Arbeitslasten. Sie sind in großem Umfang schwer zu verwalten, verbrauchen enorme Mengen an Strom, nehmen viel Platz in Anspruch und ihre Komponenten fallen zu häufig aus, was zum Verlust wertvoller Daten führen kann.
In der Vergangenheit war die Verlagerung aller festplattenbasierten Arbeitslasten auf Flash nicht die kostengünstigste Option. Jetzt ist jedoch der Wendepunkt erreicht, an dem All-Flash-Lösungen die Kostenparität erreicht haben. Es gibt jetzt überzeugende Argumente für die Einführung von All-Flash: NAND-Kostendynamik, Dichte, Energieeffizienz, Zuverlässigkeit und innovative Speichermanagement-Software. All-Flash bietet die Geschwindigkeit, Leistung und Flexibilität, die für eine kosteneffiziente und nachhaltige Bereitstellung von Ressourcen für Bürgerdienste erforderlich sind.
Zeitgemäße Benutzererfahrung als Ziel
Behörden wollen in den nächsten Jahren immer mehr Bürgerdienste über Selbstbedienungsportale anbieten. Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich etwas hinterherhinkt, wird bereits daran gearbeitet, verlässliche Dienstleistungen digital bereitzustellen. Die insgesamt langsame Digitalisierung und teils schlechte Servicequalität tragen nicht dazu bei, das altmodische Bild des Sektors zu verbessern. Daher ist es wichtig, die Technologie zu modernisieren, um die zwischenzeitlich gestiegenen Anforderungen zu erfüllen und die Wahrnehmung in der Bevölkerung zu ändern.
Daten, Infrastruktur und Technologie sind die Schlüssel zu einer erfolgreichen Digitalisierung. Ziel ist es, den Wert der Behördendaten zu maximieren, um eine transformative, datengesteuerte und nachhaltige Verwaltung zu realisieren. Um ein schlankes System zu schaffen, das den aktuellen und künftigen Bedürfnissen der Bürger gerecht wird, müssen die Behörden die geeignete Speichertechnologie einsetzen. Diese muss energieeffizient, automatisiert, zuverlässig und widerstandsfähig sein. Sie sollte Kontrolle, Sicherheit, Leistung und einen einfachen Betrieb bieten. Dies leistet eine moderne All-Flash-basierte Datenplattform, die über die Cloud verwaltet wird, KI-gesteuert ist, sich ständig verbessert und über ein flexibles Abonnementmodell nutzbar ist. So gelingt es, die Herausforderungen der Digitalisierung des öffentlichen Sektors zu bewältigen und den Bürgern eine zeitgemäße Benutzererfahrung zu bieten, die sie im digital geprägten Alltag erwarten.
Isabell Rauchenecker Director Public Sector, Pure Storage Germany